Sugaring: Haarentfernung mit Zucker und Zitrone

Sugaring ist eine chemiefreie Methode zur Haarentfernung. Dabei werden die lästigen Haare mit einer Zuckerpaste beseitigt. Die Zutaten dazu sind in der Regel ohnehin in jedem Haushalt vorhanden. Diese Verfahrensweise der Haarentfernung stammt ursprünglich aus dem Orient. Mittlerweile findet sie auch in der Bundesrepublik Deutschland länger wie mehr Anhänger sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Die hilfreiche Paste aus Zucker, Zitrone und Wasser

Angeblich verließ sich bereits Cleopatra auf die lauwarme Zuckerpaste (Halawa) und befreite sich mit ihrer Hilfe von den unerwünschten Haaren. Beim Sugaring wird eine Paste aus Zucker, Wasser und Zitronensaft entgegen der Haarwuchsrichtung auf die gewünschten Körperstellen aufgetragen und anschließend ähnlich wie beim Waxing mit einem Ruck abgezogen. Das Abziehen der Zuckerpaste erfolgt mit der Haarwuchsrichtung, folglich ist die Prozedur nicht allzu schmerzlich.

Die Zutaten zur Sugaring Paste:

  • 1 Glas Zucker
  • 1/8 Glas Zitronensaft (entweder frisch gepresst oder ein Bio-Zitronensaft)
  • 1/8 Liter warmes Wasser

Die Zubereitung

Alle Zutaten werden in einem hohen Topf vermischt und langsam bei mittlerer Hitze aufgekocht. Es ist wichtig dass, dabei gerührt wird, damit die Paste nicht anbrennt. Sobald kleine Bläschen entstehen wird der Topf vom Herd genommen und die Paste wird so lange gerührt bis sie eine helle, durchsichtige Farbe erhält. Anschließend wird der Tiegel wieder auf den Herd gestellt und die Masse wird erneut erhitzt bis sich wieder kleine Blubberbläschen bilden. Das Gefäß wird wieder von der Kochstelle genommen und es muss so lange gerührt werden, bis der Brei durchsichtig wird. Der Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Masse die Farbe eines Bernsteins angenommen hat. Sehr wichtig ist, dass während der Zubereitung darauf geachtet wird, dass die Zuckerpaste nicht spritzt, sie ist nämlich wirklich sehr heiß. Es könnte schnell zu Verbrennungen kommen. Die Sugaring-Paste wird nach der Fertigstellung am besten in ein Mikrowellengeschirr gefüllt. Es ist darauf zu achten, dass sie mindestens 10 Minuten auskühlt, bevor sie angewendet wird.

Hinweis: Vorsicht bei der Zubereitung ist geboten. Die Zuckerpaste wird beim Köcheln wirklich sehr heiß. Es ist ratsam, dass sich während ihrer Zubereitung keine kleinen Kinder und Haustiere in der Küche aufhalten.

Die Anwendung der Zuckerpaste

Weil die Zusammensetzung der Sugaring-Paste keine chemischen Zusatzstoffe enthält, eignet sie sich für sämtliche Körperstellen. Sogar die Augenbrauen und die sensiblen Bikinizonen können mit der hilfreichen Paste enthaart werden. Mit Sugaring, werden Haare mit einer Länge zwischen zwei und fünf Millimeter Länge entfernt. Nach ungefähr vier Wochen nach der Haarentfernung werden die Haare wieder nachwachsen. Bei einer regelmäßigen Anwendung wird der Haarwuchs mit der Zeit merklich spärlicher. Vor der Anwendung sollte die Haut sauber und fettfrei sein, damit die Zuckerpaste besser an den Haaren heften bleibt. Sie sollte bei der Anwendung handwarm sein. Die Sugaring-Paste wird entweder mit der Hand oder mit einem Löffel gegen die Haarwuchsrichtung auf die gewünschte Hautstelle aufgetragen. Anschließend wird entweder ein Blatt einer Küchenrolle oder ein Stück Stoff auf die Sugaring-Paste aufgelegt und festgedrückt. Dadurch dringt die Paste bis zu den Ausgängen der Haarwurzeln vor. Anschließend wird der Stoffstreifen mit einem Ruck in Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Die Zuckerpaste wird dann gleich wieder auf einer anderen Körperstelle aufgetragen und die Behandlung wird so lange fortgesetzt, bis alle gewünschten Stellen von den lästigen Haaren befreit sind.

Was macht das Sugaring so besonders?

Das Entfernen der unerwünschten Haare verursacht beim Sugaring in der Regel um einiges weniger Schmerzen als beim Waxing. Die Zuckerpaste klebt sich so gut wie gar nicht an den lebenden Hautzellen fest, sie entfernt allerdings die abgestorbenen Hautschuppen. Um die Haut beim Abziehen nicht zu verletzen, sollte die Zuckerpaste nicht zu lange antrocknen. Das Geheimnis liegt in der Konsistenz der karamellartigen Paste. Die kleinen Zuckermoleküle sind imstande in den Haarfollikel einzudringen und zudem jedes Härchen zu umschließen. Die Haare brechen deshalb nicht ab und lassen sich gründlich entfernen. Die Zuckerpaste ist besonders gut hautverträglich, da sie nur mit natürlichen Zutaten auskommt. Ein weiteres Plus ist zudem die Art, mit der die Haare entfernt werden. Anders als beim Waxing werden sie mit der Wuchsrichtung beseitigt. In der Folge wird die Haut um einiges weniger gereizt, deshalb treten Hautunreinheiten und eingewachsene Haare viel seltener auf als bei den üblichen Methoden der Haarentfernung. Die meisten Waxing-Produkte enthalten eine Menge Chemikalien, im Gegensatz dazu punktet die Sugaring-Paste mit ihren natürlichen Inhaltsstoffen, dadurch wird aus Haarentfernung eine schonende Hautpflege.

Was ist bei der Anwendung der Zuckerpaste zu beachten?

Vor dem Sugaring sollte die Haut nicht der Hitze ausgesetzt sein. Von einem Bad in der Sonne oder einem Solariumbesuch, 24 Stunden davor ist abzuraten. Auch ein Peeling sollte drei Tage vor der Behandlung nicht vorgenommen werden. Kurz nach dem Sugaring ist vom Besuch eines Schwimmbades, das mit Chlorwasser gefüllt ist, abzuraten. Ebenso wie von der Anwendung von Deodorants. Statt dessen ist es sinnvoll zu einem hautpflegenden Aloe-Vera-Produkt, zum Eincremen der enthaarten Körperstellen zu greifen.

Video: So geht Sugaring

Vorteile

  • Die Zuckerpaste klebt nicht auf der Haut
  • Das Abziehen ist nicht besonders schmerzhaft
  • Das Sugaring eignet sich auch für sensible Haut
  • Es lassen sich auch empfindliche Körperstellen enthaaren
  • Kann in der Regel auch bei Neurodermitis und einer Schuppenflechte verwendet werden
  • Die Zubereitung ist sehr günstig
  • Zur Herstellung werden keine Chemikalien verwendet
  • Hautreizungen und Pickel sind nach der Anwendung beinahe ausgeschlossen
  • Es lassen sich kleinere und feinere Härchen als beim Waxing entfernen
  • Die Rückstände lassen sich mit Wasser entfernen
  • Bei regelmäßiger Anwendung wachsen die Haare langsamer nach

Nachteile

  • Die Haut sollte vorbereitet werden und fettfrei sein
  • Die Zuckerpaste muss vorher zubereitet werden
  • Beim Köcheln der Masse ist Vorsicht geboten
  • Es muss die richtige Konsistenz erreicht werden

Fazit

Die natürlichen Zutaten für das selbst hergestellte Sugaring sind sehr günstig. Sie können in jedem Supermarkt erworben werden. Beim Köcheln der karamellartigen Masse ist allerdings Vorsicht geboten, damit es zu keinen Verbrennungen kommt. Außerdem ist auf die richtige Konsistenz der Paste zu achten. Ist zu dünn, ist sie wenig wirksam, eine zu dickflüssige Masse lässt sich schwerer auftragen. Mit etwas Fingerspitzengefühl, wird die Zubereitung allerdings mit Links gelingen. Im Handel gibt es fertige Sugaring-Pasten zu kaufen, sollte einmal für die Herstellung die nötige Zeit fehlen.

1 Antwort

  1. Sonja sagt:

    Hallo,

    danke für den ausführlichen Artikel zum Sugaring. Ich habe selber nur Erfahrungen mit Rasur und Waxing gemacht, bin aber leider sehr schmerzempfindlich 🙁 Deswegen nutze ich heute IPL, diese Methode ist sehr sanft und muss nach einer intensiveren Anfangsphase nur alle 8 Wochen angewendet werden. Ich bin super zufrieden!

    Viele Grüße

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