AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 30 - 3/2005
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Fachbeirat Gender Mainstreaming

Der Fachbeirat Gender Mainstreaming wurde am 15.5.2003 vom Sozialministerium eingesetzt. Folgende Aufgaben und Funktionen wurden ihm übertragen: Er soll die Landesregierung bei der Einführung von Gender Mainstreaming in der Landesverwaltung unterstützen, er dient dem gegenseitigen Informationsaustausch und von ihm sollen Impulse ausgehen für die Anwendung von Gender Mainstreaming in anderen Organisationen. Im Juli 2004 legte der Fachbeirat ein Positionspapier vor, das Eingang in eine Kabinettsvorlage fand (s. AKTIV Heft 26). Gegenwärtig wirkt der Fachbeirat beratend bei der Erarbeitung eines "Kommunalen Konzepts Gender Mainstreaming“ mit, das von Städtetag, Landkreistag und Gemeindetag unter Federführung des Ministeriums für Arbeit und Soziales erstellt wird.

Als ständige Mitglieder gehören dem Fachbeirat an: drei Vertreterinnen des Landesfrauenrats Baden-Württembergs:

  Claudia Altschwager-Hauser, Juristinnenbund, altschwager--hauser@interscholz.net
  Ilse Artzt, Deutscher Akademikerinnenbund, I.Artzt@gmx.de
 
Dr. Dagmar Höppel, Verband Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen, hoeppel@uni-mannheim.de

und je eine Vertreterin der/des:

  Fachkonferenz Frauenbildung Baden-Württemberg: Barbara Schwarz-Sterra,BSchwarz@bo.drs.de
  Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs: Dr. Dorothee Dickenberger, ddickenberger@sowi.uni-mannheim.de,
  Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbeauftragten: Martina Klöpfer,
Martina.Kloepfer@enzkreis.de
  Landesinstituts für Schulentwicklung: Dr. Margrit Wienholz,
Margrit.Wienholz@leu.kv.bwl.de

sowie eine Genderforscherin:

  Prof. Dr. Elisabeth Cheauré, elisabeth.cheaure@slavistik.uni-freiburg.de

Projekte

KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
E-Mail: Christiane.Hug-von-Lieven@sm.bwl.de

 

     

E-Mail-Mentoring im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)

es fehlen ihnen geeignete Rollenmodelle. Das führt dazu, dass sie in diesem Bereich stark unterrepräsentiert sind. Das CyberMentor-Programm versucht, diese Defizite zu kompensieren.

Das Projekt, das von der Universität Ulm wissenschaftlich begleite wird, richtet sich an Schülerinnen ab elf Jahren. Sie stehen über ein Schuljahr hinweg in wöchentlichem E-Mail-Kontakt mit Frauen, die in der Wirtschaft (z.B. Ingeneurinnen), Wissenschaft (z.B. Professorinnen) oder Lehre (z.B. Lehrerinnen) im MINT-Bereich tätig sind. Diese Kontakte können dazu genutzt werden, über Schule, Studium und Berufsmöglichkeiten oder allgemein über MINT- Themen zu diskutieren.

Auf einer Internetplattform mit Forum können sich die teilnehmenden Schülerinnen und Mentorinnen kennen lernen und in größerer Runde in Diskussion treten. Jeden Monat erscheint eine Internetzeitung mit Artikeln, Buchtipps und Rätseln zum MINTBereich. Ferner finden Offline-Treffen der Teilnehmerinnen und Schulungen für Mentorinnen und Schülerinnen statt.

Für die erste Phase von September 2005 bis September 2006 wurden 107 Schülerinnen- Mentorinnen-Paare gebildet. Im darauf folgenden Schuljahr werden weitere 200 Paare zusammengestellt.

Weitere Informationen zu CyberMentor unter: www.cybermentor.de

   
     

„Chatten ohne Risiko“ Aktualisierte Broschüre

Die Broschüre beschreibt Jugendschutzprobleme in Chat-Räumen des Internets und zeigt, wo Kinder und Jugendliche vor Übergriffen geschützt sind. Dazu hat jugendschutz.net, die gemeinsame Stelle der Länder für Jugendschutz in Telemedien, die wichtigsten Chats untersucht und Kinder über ihre Erfahrungen befragt. Eltern und Pädagogen finden in der Broschüre anschauliche Hintergrundinformationen und eine Bewertung der Sicherheit der wichtigsten Chats.

Die Broschüre erhalten Sie kostenlos bei den Kreismedienzentren in Baden-Württemberg, Einzelexemplare bei der Aktion Jugendschutz und beim Sozialministerium,
E-Mail: info@ajs-bw.de; pakete@sm.bwl.de

   
     

Infos zum Platzverweis in sieben Sprachen übersetzt

Das Ministerium für Arbeit und Soziales hat Informationsmaterialien zum Platzverweis bei häuslicher Gewalt erstellt. Diese richten sich an Betroffene und enthalten auch Tipps und Antworten zu häufig gestellten Fragen zu den Bereichen polizeilicher Platzverweis, zivilrechtlicher Schutz, Beratung und Strafverfahren. Die Informationen wurden in sieben Sprachen übersetzt: griechisch, italienisch, kroatisch, serbisch, polnisch, russisch und türkisch. Die Übersetzungen können als Grundlage für die Erstellung regionaler Informationsblätter dienen und durch die Adressen der örtlich zuständigen Stellen ergänzt werden.

Download unter: www.sozialministerium.de/de/Platzverweis_ in_Faellen_haeuslicher_Gewalt/80757.html

   
     

Stiftung „Kinderland Baden-Württemberg“

„Baden-Württemberg soll zum kinderfreundlichsten Land in Deutschland“ werden, so Ministerpräsident Günther H. Oettinger MdL in seiner Regierungserklärung Ende April 2005. Ein erster Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Gründung der Stiftung „Kinderland Baden-Württemberg“, die am 2. Oktober 2005 im Rahmen eines großen Kinderfestes in der Villa Reitzenstein erfolgte. Die Stiftung „Kinderland Baden- Württemberg“ ist eine rechtlich unselbstständige Stiftung der Landesstiftung Baden-Württemberg mit einem Stiftungskapital von über 50 Mio. Euro. Auch Privatpersonen haben bereits finanzielle Beiträge geleistet. Die Erträge des Stiftungskapitals (jährlich etwa 2 Mio. Euro) können in innovative Projekte und Maßnahmen investiert werden, die den Ausbau kinder- und familienfreundlicher Strukturen im Land fördern.