Die Frauenbeauftragte der Landesregierung Johanna Lichy hatte sich 1999 in Österreich vor Ort über das dortige „Wegweiserecht“ gegen häusliche Gewalttäter informiert. Die dortigen positiven Erfahrungen waren Ausgangspunkt und Grundlage für die Initiative des Sozial-, Innen- und Justizministeriums in Baden- Württemberg, einen Modellversuch „Platzverweis“ durchzuführen. Häusliche Gewalttäter können nach dem geltenden Polizeirecht aus der Wohnung gewiesen werden. Inzwischen nehmen über 60 Städte und Gemeinden an dem Modellversuch teil, der begleitet wird von einer Interministeriellen Arbeitsgruppe des Sozialministeriums (Federführung), des Innen- und des Justizministeriums sowie einem Fachbeirat, der aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, der Justiz sowie der kommunalen Frauenbeauftragten, Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen aus den Modellstandorten besteht.




