Der Sport hat sich zur größten freiwilligen, selbstverwalteten und selbstgestalteten Bürgerbewegung entwickelt. Dies ist vor allem der rasanten Entwicklung des Frauensports in den letzten Jahrzehnten zu verdanken. Verzeichneten die Sportvereine 1950 bundesweit noch etwas mehr als 300 000 weibliche Mitglieder, so beläuft sich ihre Zahl heute auf rund 9 Millionen. Die Gründe für diese Veränderung sind vielschichtig. Insbesondere das gewandelte Rollenbild der Frau hat dazu geführt, dass immer mehr Frauen Zugang zum Sport finden.
Parallel zur Steigerung der Mitgliederzahlen ist die Anzahl weiblicher Führungskräfte im Verein gestiegen. Frauen arbeiten zunehmend an verantwortlicher Stelle mit und führen auch Vereine.
Die weitere Entwicklung des Sports wird maßgebliche Impulse erhalten, wenn es gelingt, noch mehr Frauen für ein breit gefächertes Engagement in allen Bereichen zu gewinnen. Dazu müssen verstärkt auch Angebote für Mädchen und junge Frauen gestaltet werden, die speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, um so den sogenannten Drop-out-Effekt, der vor allem in der Pubertät bei Mädchen vermehrt festzustellen ist, zu reduzieren. Mit dem Sachverstand und der Kreativität der Frauen kann unsere Gesellschaft die Herausforderungen bestehen, die an eine moderne und humane Industrienation gestellt werden.




