AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 8 - 2/2000
   

Neue Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Mentoring-Initiative des Sozialministeriums


Tagung Mentoring
Das Sozialministerium führt am 25. 9. 2000 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart eine Mentoring-Tagung durch. Sabine Asgodom wird in das Thema einführen. In Kurzreferaten wird über Erfahrungen mit bereits bestehenden Mentoring-Initiativen aus unterschiedlichen Bereichen (z. B. Wissenschaft, Wirtschaft,) berichtet. Am Nachmittag finden Workshops zur Vertiefung des Themas statt.

Mentees für die „Mentoring-Initiative Verwaltung “ des Sozialministeriums

Sie sind in der Landesverwaltung tätig. Sie haben Ziele für Ihre berufliche Laufbahn. Sie wollen eine aktive Rolle übernehmen. Sie können eine informelle Arbeitsbeziehung aufbauen und aufrecht erhalten. Sie können Kritik und Anregungen einer Mentorin konstruktiv nutzen. Dann sind Sie prädestiniert für die Teilnahme an unserem Mentoring-Programm Verwaltung.

Wenn Sie an dem Mentoring-Programm teilnehmen möchten, so teilen Sie dem Sozialministerium (Frau Wolf, Fon:0711/123-38 42, Fax:0711/123-39 99) zunächst einfach unter dem Stichwort „Mentoring Verwaltung “Ihre Adresse mit. Sie erhalten dann weitere gezielte Informationen und werden gesondert zu der Fachtagung eingeladen.

 
     

6 Mio. DM für die Verbesserung der Beschäftigungsstruktur von Frauen


Baden-Württemberg erhält voraussichtlich für die neue Förderperiode 2000 –2006 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), Ziel 3, insgesamt 230 Mio. Euro. Davon stehen zukünftig 10 Prozent für den Politikbereich E „Förderung spezifischer Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs der Frauen zum Arbeitsmarkt “zur Verfügung. Das Sozialministerium kann demnach jährlich rund 6 Mio. DM ESF-Mittel für arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitisch relevante Frauenprojekte bewilligen.

Das Sozialministerium fördert im Politikbereich E zum Abbau von Nachteilen für Frauen in der Arbeitswelt besondere und spezifisch den Frauen zugute kommende Maßnahmen zur:

  Verbreiterung des Berufswahlspektrums,
  Stabilisierung der Beschäftigung (z. B. Erhaltung von Arbeitsplätzen, Anpassung der Qualifikation, beschäftigungsfördernder Ausbau haushaltsnaher Dienstleistungen),
  Verbesserung der Struktur der Frauenbeschäftigung (Förderung von Frauen in Führungs- und Verantwortungsbereichen, Mentoring/Coaching im öffentlichen Sektor),
  Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit durch spezielle Maßnahmen,
  Förderung des Wiedereinstiegs,
  Erschließung neuer Beschäftigungsfelder für Frauen (IuK-Berufe, technisch-naturwissenschaftliche Tätigkeitsfelder) sowie
  zur Beratung und Qualifizierung für Existenzgründerinnen.

Auch das Wirtschaftsministerium wird im Bereich der betrieblichen Frauenförderung, der Förderung von Gründerinnenzentren und der Einrichtung weiterer frauenspezifischer Beratungsstellen Maßnahmen im Politikbereich E fördern.

Im Sinne des „gender-mainstreaming “müssen darüber hinaus in allen Maßnahmen, d. h. auch in denjenigen der anderen fünf Politikbereiche, Frauen mindestens entsprechend ihrem Anteil an Arbeitslosen berücksichtigt werden. Unter Federführung der Stadt- bzw. Landkreise werden regionale „Partnerschaften für Beschäftigung“ eingerichtet, an denen Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Frauenpolitik beteiligt werden müssen. Jeder Stadt- und Landkreis erhält für die Umsetzung der beschäftigungspolitischen Förderschwerpunkte vom Land ein indikatives Mittelkontingent aus ESF- Mitteln in Höhe von mindestens 500. 000 DM pro Jahr, zunächst für zwei Jahre. Die Projektanträge benötigen vor Antragstellung beim Sozialministerium ein positives Votum des regionalen Arbeitskreises.

 
Ein Leitfaden des Landes für die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds, Ziel 3, kann bei der Bro-
schürenstelle des Sozialministeriums, Postfach 10 34 43, 70029 Stuttgart angefordert werden.
     

Gelungene Siedlungen – lebendige Wohnquartiere –gelebte Nachbarschaft


Die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen schreibt gemeinsam mit dem Sozial- und Wirtschaftsministerium einen Wettbewerb für Kommunen im Land unter dem Motto „Gelungene Siedlungen –lebendige Wohnquartiere –gelebte Nachbarschaft “ aus. Der zweistufige Wettbewerb wird sowohl einen städtebaulichen Inhalt haben als auch gleichwertig das soziale Umfeld im Quartier einbeziehen. Dabei soll der Wettbewerb positive Beispiele aufzeigen und die Gründe für gelungene Planung und funktionierendes Miteinander zur Nachahmung für andere Kommunen benennen.

   
     

Aktionsset des Sozialministeriums: „Teamarbeit in der Familie “


„Wenn es gelingt, die in Haushalt und Kindererziehung anfallenden Aufgaben gerecht aufzuteilen, dann nützt dies allen Familienmitgliedern. Die Mütter werden entlastet, die Väter dabei unterstützt, sich aktiv in der Familienarbeit zu beteiligen, und die Kinder lernen, altersentsprechend Pflichten in der Familie zu übernehmen. “Hierauf hat Staatssekretärin Johanna Lichy MdL bei der Vorstellung des neuen Aktionssets „Teamarbeit in der Familie“ hingewiesen.

Das Aktionsset „Teamarbeit in der Familie“, bestehend aus einem Fragenkatalog und einem Haushaltskalender, ist eine praktische Ergänzung der Arbeitsmaterialien des Sozialministeriums„ Ganze Männer braucht das Land –Väter nutzen ihre Chance “ (s. AKTIV 6 Seite 10).

 
Das Aktionsset „Teamarbeit in der Familie “ kann kostenlos angefordert werden beim Sozialministerium Baden-Württemberg, Schellingstraße 15, 70174 Stuttgart (Broschürenstelle, Fon: 07 11/1 23-35 16) oder über das Internet:www.sozial- ministerium.bw.de
     
In Planung:
AKTIV 9 (III.Quartal 2000): Thema: Frauen und Sport
AKTIV 10 (IV: Quartal 2000): Thema: Frauen im Ehremamtlichen Engagement
   
     
AKTIV gratuliert Andrea Laux, die den mit 10.000 DM dotierten, alle zwei Jahre vergebenen, Barbara- Künkelin-Preis 2000 der Stadt Schorndorf erhalten hat. Sie ist Gründerin des Mütterzentrums West Stuttgart, Gründerin und Vorstandsmitglied des Mütterforums Baden-Württemberg und Vorstandsmitglied im Bundesvorstand Mütterzentren.