Die digitalen Medien mit ihren neuen Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeit und Freizeit sind Symbol der Informations- und Wissensgesellschaft – und damit Bestandteil aller Zukunftsvisionen. Und Frauen gestalten mit!
Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner AG Vernetzungs- und Qualifizierungsoffensive von Frauen für Frauen bei der Landesinitiative Baden-Württemberg medi@ den Europakongress „Frauen und Multimedi@“ konzipiert und durchgeführt. Mitveranstalter war das Sozialministerium Baden-Württemberg. Durch dessen aktive Mitarbeit entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit, die diesen Kongress möglich machte. Konzept war, die pragmatische Umsetzung der Mög lichkeiten des neuen „grenzenlosen“ Mediums zu demonstrieren. Dabei sollte vor allem auch der europäische Kulturrahmen deutlich werden, der durch gemeinsame historische Bildungsansätze das heute wahrnehmbare Verhältnis „Frauen und Technik“ hervorgebracht hat. Schließlich hat die kulturelle Gemeinschaft, die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts in Europa, die Frauen von der Technikentwicklung fern gehalten. So ist eine wichtige Aufgabe der Qualifizierung und Vernetzung von Frauen für Frauen neben dem regionalen Aspekt mit dem Blick auf Europa, dem gemeinsamen Kulturrahmen also, innovativ zu informieren und Gemeinsamkeiten und vorhandene Unterschiede als Ausgangspunkt für Innovationen zu nutzen. Wie in Deutschland gibt es auch in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union markante Unterschiede hinsichtlich der Beteiligung von Frauen bei der IuK-Technik. Die vorgestellten europäischen Frauenprojekte und europäisch orientierten Landesinitiativen aus allen Bereichen verdeutlichten dies noch einmal. Vor allem das Projekt „Kvinnoform“ aus Stockholm zeigte, dass trotz des immer hervorgehobenen Nord-Süd-Gefälles auch in Schweden eine Frauenförderung und ein Umdenken nötig sind. Eine stärkere Zusammenarbeit in diesem Bereich könnte als Ergebnis des Kongresses Synergie-Effekte hervorbringen.





