| Fit für die Zukunft
- Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg von
Thomas E. Berg, Generalsekretär der Führungsakademie des
Landes Baden-Württemberg
Wer Führungsanspruch erhebt,
- Ziele erreichen,
- Initiativen entwickeln,
- Steuerungsimpulse geben,
- MitarbeiterInnen und Teammitglieder aktiv bei ihrer Leistungserbringung
unterstützen,
- lernen.
Frauen in Führungspositionen haben in der Verwaltung
noch Seltenheitswert. Jedoch erheben immer mehr Frauen Führungsanspruch.
Immer mehr Frauen entdecken auch die Führungsakademie des Landes
Baden-Württemberg in Karlsruhe als eine Einrichtung, mit deren
Unterstützung sie ihre Führungskompetenz entwickeln können.
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"Um für die künftige
Übernahme einer Führungsposition fit zu sein, bietet die
Teilnahme an einem Lehrgang der Führungsakademie gerade Frauen
ideale Voraussetzungen. In einer offenen, experimentierfreudigen
Atmosphäre können entsprechend den individuellen Bedürfnissen
vielfältige Fähigkeiten erworben und vertieft werden.
Aus den Potentialen der stärker den Frauen zugesprochenen sozialen,
kommunikativen und interaktiven Kompetenzen kann während des
Kurses zum Nutzen aller Teilnehmer geschöpft, aufgebaut und
voneinander gelernt werden. Neben der Unterstützung durch Partner
und Familie stellen eigenes Engagement, Einsatzbereitschaft, Beharrlichkeit
und Durchhaltevermögen Voraussetzungen für ein persönlich
erfolgreiches Gelingen der Teilnahme am Lehrgang der Führungsakademie
dar, Eigenschaften, die jede "Akademistin" mitbringen
sollte."
Jutta Waldeck, Rechnungshof Karlsruhe, Absolventin der Führungsakademie
Von den künftigen Führungskräften in
der öffentlichen Verwaltung wird "der Sinn für das
Ganze und die Sorge für das Gemeinwohl" erwartet, so Ministerpräsident
Teufel, Vorsitzender des Kuratoriums der Führungsakademie.
Die Führungsakademie will die Führungskompetenz der TeilnehmerInnen
in einem 15-monatigen Prozeß entwickeln und erweitern helfen.
Sie will vorhandene Potentiale an fachlicher, personaler, sozialer,
kommunikativer, methodischer und Lernkompetenz ausschöpfen
und erweitern. Sie regt zu einem ziel-orientierten Handeln an. Sie
fördert aktives Tun in Projektteams. Sie gibt Anstöße,
sich eigenes Verhalten bewußt zu machen und Erfahrungen zu
reflektieren. Sie steht für interdisziplinäre Zusammenarbeit,
eröffnet neue Vergleichsmaßstäbe durch vielfältige
Grenzüberschreitungen, vermittelt moderne Führungsmethoden
und fordert Werthaltungen ein. AbsolventInnen sollen ein verantwortliches,
bürger- und mitarbeiterorientiertes, zielgerichtetes, kostenbewußtes,
lernbereites und weltoffenes Verhalten zeigen.
Die Führungsakademie steht primär MitarberInnen
der Landesverwaltung offen. Diejenigen, die künftig anspruchsvolle
Führungsaufgaben übernehmen wollen, werden durch das jeweilige
Ressort zur Teilnahme am Lehrgang nominiert oder können sich
selbst bewerben. Wer die formalen Voraussetzungen erfüllt (höherer
Dienst, überdurchschnittliche Beurteilung, drei bis fünf
Jahre Berufserfahrung an zwei verschiedenen Stellen, 30 bis 40 Jahre
alt, Fremdsprachenkenntnis), wird zu einem mehrtägigen Auswahlverfahren
eingeladen. Bis zu 20 der erfolgreichsten TeilnehmerInnen bilden
zusammen mit bis zu zehn externen TeilnehmerInnen aus Kommunen,
Wirtschaft, Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen usw. einen Lehrgang,
dessen Programm sich aus verschiedenen Modulen zusammensetzt. Dieses
Programm hat in den vergangenen zwölf Jahren für Frauen
innerhalb und außerhalb der Verwaltung ständig an Attraktivität
gewonnen. So stieg der Anteil künftiger weiblicher Führungskräfte
von durchschnitlich 8 % in den ersten zwei Kursen auf jeweils rund
50 % im 11. und 12. Kurs.
Auch die beruflichen Erfolge der Absolventinnen sind
denen der männlichen Kollegen vergleichbar. So sind von den
TeilnehmerInnen der ersten sechs Lehrgänge 75 % - Männer
und Frauen zu gleichen Teilen - in leitenden Führungspositionen
innerhalb und außerhalb der Landesverwaltung tätig. Darüber
hinaus ermöglicht das Netzwerk aller AbsolventInnen insbesondere
im Rahmen des Vereins der Absolventen und Freunde der Führungsakademie
eigene thematische Schwerpunkte, z.B. das Seminar "Frauen in
Führungspositionen" im April 1998. Angesichts dieser Entwicklung
bin ich überzeugt, daß es also nur eine Frage der Zeit
ist, bis Frauen in angemessenem Umfang gleichberechtigt Führungspositionen
in der Verwaltung übernommen haben werden. |
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