| Extrablatt!
"Politik ohne Frauen fehlt die bessere Hälfte"
Die Analyse
Am Anfang stand die Analyse: Wie steht es denn konkret mit der
Repräsentanz von Frauen in den Gemeinderäten und Kreistagen
von Baden-Württemberg? Die nach den letzten Kommunalwahlen
1994 von uns in Auftrag gegebene Untersuchung über den Erfolg
von Frauen bei Kommunalwahlen in Baden-Württemberg (vgl. Schwerpunktthema,
ausführlicher Bericht in AKTIV 1 1997) brachte viele Antworten
und Zahlen. Die entscheidenden Zahlen jedoch lassen sich leicht
ganz kurz darstellen:
In Baden-Württemberg
- beträgt der Frauenanteil in den Gemeinderäten
durchschnittlich 17,9%, in den Kreistagen 13,1%
- ist in fast 10% der Gemeinderäte (91 von 1.110) überhaupt
keine Frau vertreten und
- beträgt der Frauenanteil in nur 6 Gemeinden 40% oder
mehr.
Was tun? Was tun!
Was tun? Unser Entschluß stand fest: Diesmal nicht einfach
eine Broschüre, sondern: zeitgerecht vor den nächsten
Kommunalwahlen in Baden-Württemberg das Thema unter Bündelung
aller Kräfte im Land offensiv anpacken! Diese Zielsetzung wurde
dann auch in dem vom Ministerrat beschlossenen 10-Punkte-Programm
einer zukunftsorientierten Frauenpolitik der Frauenbeauftragten
der Landesregierung Staatssekretärin Johanna Lichy vom Mai
1997 ausdrücklich festgelegt.
Die baden-württembergische Resolution "Politik
braucht mehr Frauen" der Frauenministerinnenkonferenz
Bei der jährlichen Konferenz der Frauenministerinnen der Länder
hat die Frauenbeauftragte der Landesregierung die Resolution "Die
Politik braucht mehr Frauen!" eingebracht, die einstimmig und
über die Parteigrenzen hinweg beschlossen wurde (vgl. AKTIV
4 1998).
Der Runde Tisch "Frauen in die Politik"
Zur Beratung und Vorbereitung von möglichen landesweiten Maßnahmen
im Vorfeld der Kommunalwahlen im kommenden Jahr hat sich Ende 1997
der Runde Tisch "Frauen in die Politik" beim Sozialministerium
konstituiert (vgl. AKTIV 1). Neben dem Landesfrauenrat, kommunalen
Frauenbeauftragten, der Landeszentrale für politische Bildung,
dem Deutschen Gewerkschaftsbund, den Landfrauenverbänden, Vertreterinnen
aus Wirtschaft und Gewerkschaft, von den Kirchen, aus Bildung und
Wissenschaft wirken die Vorsitzenden der Frauen-Union der CDU, der
Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, dem Arbeitskreis
Frauenpolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dem F.D.P. Landesfachausschuß
Frauen bei dem Runden Tisch mit. "Bündelung der Kräfte"
und "Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile" standen
als Leitmotiv über den Beratungen. Gemeinsam wurde der Beschluß
zu einer Kampagne gefaßt, für die das Sozialministerium
die Plakate zur Verfügung stellt, und die von allen Beteiligten
ins ganze Land getragen wird. Gemeinsam wurde das Motto der Kampagne
"Politik ohne Frauen fehlt die bessere Hälfte" und
das Plakat ausgewählt.
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| 2.Sitzung des Runden Tisches beim Sozialministerium
am 30.Juli 1998:Motto und Plakatentwürfe werden diskutiert.
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Die zentrale Auftaktveranstaltung
Die Kampagne wird mit der zentralen Auftaktveranstaltung am 24.November
1998 im Stuttgarter Neuen Schloß eröffnet. Zusammen mit
den Mitgliedern des Runden Tisches stellt die Frauenbeauftragte
der Landesregierung das Motto der Kampagne "Politik ohne Frauen
fehlt die bessere Hälfte" und das Kampagnen-Plakat der
Öffentlichkeit vor, und ruft dabei alle gesellschaftlichen
Kräfte dazu auf, die Kampagne im ganzen Land mitzutragen. Ausdrücklich
fordert Staatssekretärin Johanna Lichy auch das Engagement
und die Unterstützung dieser Zielsetzung bei den Parteien ein.
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Der Auftakt findet am 24. November 1998 im
Neuen Schloß in Stuttgart statt.
(Foto-Montage: Margomedia)
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Die Kampagne: Alle machen mit!
Für die Kampagne stellt das Sozialministerium allen Akteurinnen
- und Akteuren - vor Ort kostenlos Plakate (in DIN A1 und DIN A3)
zur Verfügung. Die Plakate können auch zur Ankündigung
Ihrer Vor-Ort-Veranstaltungen zu der Thematik genutzt werden. Daneben
ist auch ein Datenfaltblatt über die Repräsentanz von
Frauen in den Parlamenten erhältlich. Diese und weitere Kam-pagnenmaterialien
werden von hier aus in entsprechender Anzahl an die beim Runden
Tisch beteiligten Organisationen verteilt. Die Materialien erhalten
Sie auch bei den bisher hierfür registrierten regionalen Depotstellen:
Stadt Baden-Baden, Fr. Wittmann, Marktplatz 2 (Zi.4010),
76530 Baden-Baden, 0 72 21/93 20 18
Landratsamt Calw, Fr. Koch, Vogteistr. 44-46, 75363 Calw,
0 70 51/16 04 68
Stadt Esslingen, Fr. Latendorf, Marktplatz 16, 73728 Esslingen,
07 11/35 12 29 93
Stadt Ellwangen, Fr. Ritz, Spitalstr. 4, 73473 Ellwangen,
0 79 61/84-2 03
Stadt Filderstadt, Fr. Herrmann, Friedenstr. 14, 70794 Filderstadt,
07 11/70 03-3 43
Landratsamt Heidenheim, Fr. Köhler, Felsenstr. 56,
89518 Heidenheim, 0 73 21/3 21- 4 36
Landratsamt Heilbronn, Netzwerk "Rat für Frauen",
Fr. Stockert, Lerchenstr. 40, 74064 Heilbronn, 0 71 31/9 94-1 66
Stadt Karlsruhe, Fr. Schneider, Rathaus am Marktplatz, Zimmer
A 211, 76042 Karlsruhe, 07 21/1 33-30 62
Stadt Konstanz, Fr. Frank, Hussenstr. 13-15, 78459 Konstanz,
0 75 31/9 00-2 86
Stadt Ludwigsburg, Fr. Wägerle, Obere Marktstr. 1,
71634 Ludwigsburg, 0 71 41/9 10-24 97
Stadt Mannheim, Fr. Thomas, E 5/Rathaus, 68159 Mannheim,
06 21/2 93-96 74
Landratsamt Enzkreis, Fr. Klöpfer, Herrmann-Hesse-Str.
3/1, 75417 Mühlacker, 0 70 41-60 59
Stadt Rastatt, Fr. Heinisch-Hildenbrand, Engelstr. 29, 76437
Rastatt, 0 72 22/97 23 65
Stadt Ravensburg, Fr. Zieger, Friedenstr. 6, 88212 Ravensburg,
07 51/8 54 44
Stadt Schorndorf, Fr. Dr. Kirsch-Auwärter, Marktplatz
1, 73614 Schorndorf, 0 71 81/60 21 94
Landratsamt Schwäbisch Gmünd, Fr. Krumm, Haußmannstr.
29, 73525 Schwäbisch Gmünd, 0 71 71/3 22 31
Stadt Schwäbisch Gmünd, Fr. Mika, Rathaus Zimmer
204, 73509 Schwäbisch Gmünd, 0 71 71/6 03-1 60
Stadt Schwäbisch Hall, Fr. Meiser, Gelbinger Gasse
9, 74523 Schwäbisch Hall, 07 91/7 51- 4 19
Landratsamt Sigmaringen, Fr. Baur, Leopoldstr. 4, 72488
Sigmaringen, 0 75 71/1 02-4 34
Stadt Ulm, Fr. Hemminger, Marktplatz 15/16, 89070 Ulm, 07
31/1 61-10 60
Landratsamt Waldshut-Tiengen, Fr. Denz, Kaiserstr. 110,
79761 Waldshut, 0 77 51/8 63 10
Stadt Wertheim, Fr. Eckert / Fr. Steffan, Mühlenstr.
26, 97877 Wertheim, 0 93 42/3 01-1 65 u. -1 60
Falls Sie Seminare zu der Thematik durchführen, können
Sie dafür ein ca. 30-minütiges Video "Frauen in der
Kommunalpolitik" bei der Landeszentrale für politische
Bildung (Tel.: 07 11/23 71-4 86 vorm. u. -4 87 nachm. -) ausleihen.
Landesweite Information über Ihre Vor-Ort-Veranstaltungen
Gerne wollen wir regelmäßig von hier aus Ihre Vor-Ort-
Veranstaltungen zu dem Thema ankündigen, falls uns genügend
Informationen rechtzeitig vorliegen.
Informationen zur Kampagne
Für Nachfragen und Informationen zur Kampagne haben wir eine
Hotline eingerichtet: Tel.: 07 11/1 26-13 93, dienstags von 15
- 17 Uhr, sowie FAX-Nr.: 07 11/1 26-12 76
Die zentrale Abschlußveranstaltung
Nach Bekanntgabe der amtlichen Wahlergebnisse der Kommunalwahlen
1999 in allen Gemeinden und Kreisen von Baden-Württemberg planen
wir für Ende 1999 eine zentrale Abschlußveranstaltung,
bei der wir das Ergebnis feiern wollen.
Die Dokumentation
Über die Kampagne wollen wir abschließend
eine Dokumentation herausgeben, in der auch alle Ihre Aktionen und
Veranstaltungen präsentiert und dokumentiert werden sollen.
Denken Sie deshalb bei Ihren Veranstaltungen daran: Fotos, Fotos,
Fotos! Wir wollen alle Veranstaltungen und Aktionen im ganzen Land
gut darstellen. Informationen, Berichte (auch Presseberichte) und
Fotos senden Sie deshalb bitte an: Sozialministerium, Postfach 10
34 43, 70029 Stuttgart, Stichwort: Dokumentation Kommunalwahl-Kampagne
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