AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 48 - 2/2010
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Seminar zu kommunalen Chancengleichheitsplänen am 22. Juni 2010

In Kooperation mit dem Sozialministerium findet am 22. Juni 2010 das Seminar „Erfordernis von Chancengleichheitsplänen in den Kommunen – Erstellung und Umsetzung in der Praxis“ in der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) in Stuttgart statt. Eingeladen sind alle Führungskräfte der Personalverwaltungen. Konkret geht es um die Entwicklung und die positiven Aspekte von Chancengleichheitsplänen für Kommunen. Dieses strategische Instrument der Verwaltungsspitze unterstützt die Kommunen bei der Zielentwicklung und Umsetzung von Maßnahmen u.a. zur Verwirklichung gleicher beruflicher Chancen für Frauen und Männer im öffentlichen Dienst. Gemäß § 24 des Gesetzes zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Landes Baden-Württemberg (ChancenG) sind alle baden-württembergischen Gemeinden mit mehr als 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern verpflichtet, einen solchen Chancengleichheitsplan zu erstellen.

Die Seminargebühr beträgt 157 Euro. Es referieren Herr Herz und Frau Klöpfer vom Landkreis Enzkreis sowie Frau Herrmann von der Stadt Filderstadt. Das Programm finden Sie unter: www.w-vwa.de.

Projekte

KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
E-Mail: Peter.Pfeiffer@sm.bwl.de

 

     

RegioKonferenz für die Metropolregion Rhein – Neckar am 14. Juni 2010

Die RegioKonferenz für die Metropolregion Rhein – Neckar findet am 14. Juni 2010 in Heidelberg statt. Seit 2007 hat die FamilienForschung Baden-Württemberg im Auftrag des Sozialministeriums in 6 der 12 Regionen des Landes RegioKonferenzen zur Familienfreundlichkeit veranstaltet. Die eintägige Arbeitskonferenz wird diesmal als Schwerpunktthema die Vereinbarkeit von Familie und Beruf behandeln. Partner vor Ort ist das Heidelberger Bündnis für Familien. Neben einem Fachvortrag und einer Podiumsdiskussion am Vormittag finden am Nachmittag Workshops statt, in denen innovative Best-Practice-Beispiele präsentiert und diskutiert werden. Die RegioKonferenz richtet sich an Kommunalvertreter und -vertreterinnen, Führungspersonen und Personalverantwortliche aus Betrieben, aus Hochschulen, von Bildungseinrichtungen und an interessierte Fachpersonen.

Das Konferenzprogramm mit Anmeldeformular finden Sie unter: www.familienfreundliche-kommune.de

   
     

Equal Pay Day 2010 - eine Initiative für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen

Am 26. März 2010 fand deutschlandweit der dritte Equal Pay Day statt. Entsprechend statistischer Berechnungen liegt der Gender Pay Gap in Deutschland, der prozentuale Verdienstunterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienst von Frauen und Männern, bei rund 23 Prozent. Die Beauftragte der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen und Männern, Ministerin Dr. Monika Stolz MdL, machte mit einer roten Tasche deutlich, dass Frauen selbst bei gleichem Jobprofil und gleicher Position sprichwörtlich weniger in der Tasche haben als ihre männlichen Kollegen. Im Gespräch mit Vertreterinnen des Business and Professional Women Germany Stuttgart e.V. betonte sie, dass der Verdienstunterschied komplexe Ursachen habe und sich deshalb alle Beteiligten für mehr Lohngerechtigkeit einsetzen müssten. Zudem wies die Ministerin auf die aktuelle Ausschreibung des BMFSFJ zur Teilnahme am Lohntestverfahren Logib-D hin. Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) ist ein Programm, mit dem Unternehmen schnell und anonym ihre Entgeltstruktur analysieren und gleichzeitig verschiedene Einflussfaktoren und Ursachen dieses Unterschieds, die Ansatzpunkte für Veränderungen bieten, analysieren können. Für insgesamt 200 Unternehmen stehen in den Jahren 2010 - 2012 standardisierte Beratungspakete zur Verfügung.

Weitere Infos unter: www.equalpayday.de und www.logib-d.de

   
     

Rollenbilder im HipHop und Rap


Im Rahmen ihres Programms „Chancen = Gleichheit. Gleiche Chancen für Frauen und Männer“ führte die Baden- Württemberg Stiftung den Wettbewerb „Rollenbilder im HipHop und Rap“ durch. Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren sollten für die Problematik der besonders im Hip- Hop häufig verwendeten sexistischen, pornografischen und frauenfeindlichen Texte sensibilisiert und zur Auseinandersetzung mit den Rollenbildern in diesem Musikgenre angeregt werden. Insgesamt nahmen über 120 Schülerinnen und Schüler an dem landesweiten Wettbewerb mit Workshop teil. Aus den zahlreichen Einsendungen wählte eine Jury die drei besten Texte aus. Die Gewinnerinnen und Gewinner aus Karlsruhe, Reutlingen und Ulm konnten sich über einen weiteren Workshop, die Aufnahme in einem Tonstudio und die Prämierung bei der Veranstaltung am Freitag, dem 19. März 2010 im Club Zentral in Stuttgart freuen. Dabei präsentierten die Jugendlichen ihre Songs live vor Publikum. Es zeigt sich, dass ein toller Song auch mit einer fairen Sprache und respektvollem Umgang der Geschlechter möglich ist.

   
     

„Hinsehen – Handeln – Hilfenetze stärken“ Fachtagung Zwangsverheiratung

Zu der Fachtagung Zwangsverheiratung am 11. März 2010 in Stuttgart hatten die Evangelische Gesellschaft (eva) und das Sozialministerium, mit fachlicher Unterstützung des Justizministeriums, eingeladen. Zwangsverheiratung, Verschleppung und Ehrenmorde sind Menschenrechtsverletzungen. Wie man bedrohten jungen Mädchen und Frauen helfen kann, war Thema dieser Tagung. Neben einem Erfahrungsbericht wurden Präventionsprojekte vorgestellt. Außerdem wurden die geltende Rechtslage dargestellt und die Anforderungen erörtert, die bei der Kooperation für eine gelingende Hilfe nötig sind. In der abschließenden Diskussionsrunde wurde u.a. betont, dass weiterhin gemeinsame Anstrengungen notwendig sind, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und Zwangsverheiratungen wirksam zu bekämpfen. Die rund 200 Gäste aus Beratungsstellen, Jugend-, Sozial-, Ausländer- und Gesundheitsämtern, Kirchen, Frauenhäusern, Schulen, Kliniken, der Politik, der Justiz und den Wohlfahrtsverbänden nutzten in den Pausen die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

Die Texte der Vorträge finden Sie unter: www.sozialministerium-bw.de