AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 48 - 2/2010
   

Liebe Leserinnen und Leser,

die Europäische Kommission hat Anfang März 2010 die Strategie „Europa 2020" vorgestellt. Diese beschäftigt sich zentral mit Maßnahmen zur Überwindung der Wirtschaftskrise und der Vorbereitung der EU-Wirtschaft auf das nächste Jahrzehnt.

Dass auch eine effektive Gleichstellungspolitik zur Sicherung einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft beiträgt, geht ganz aktuell aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor. Danach trägt ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei.

Auf die Talente erwerbstätiger Frauen können wir auch in Baden-Württemberg nicht verzichten. Schließlich stellen diese mit 55 Prozent die Mehrheit der Abiturienten und die Hälfte der Neustudierenden im Land.

Wir werden daher weiter an den Voraussetzungen arbeiten, die notwendig sind, um die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufs- und Arbeitsleben noch besser umzusetzen.

Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, damit Frauen und Männer sowohl ihren Kinderwunsch verwirklichen, als auch ihren Beruf weiter ausüben können. Arbeitgeber müssen sich auf diese besonderen Bedürfnisse einstellen - von der gezielten Beratung bis hin zu passgenauen Kinderbetreuungsangeboten.

Mein Ziel ist es, das Land zum familienfreundlichsten öffentlichen Arbeitgeber zu machen. Mit Ansätzen wie Teilzeitarbeit, Telearbeit oder auch Eltern-Kind-Büros sind wir schon auf einem guten Weg. An weiteren individuellen Lösungen, wie zum Beispiel an der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, werden wir arbeiten.

Eine kinder- und familienorientierte Personalpolitik rechnet sich für alle Arbeitgeber. Sie ist ein wichtiger Standortfaktor - für die EU und für Baden-Württemberg.


Stefan Mappus
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Stefan Mappus