| Liebe Leserinnen und Leser,
die Europäische Kommission hat Anfang März
2010 die Strategie „Europa 2020" vorgestellt.
Diese beschäftigt sich zentral mit Maßnahmen
zur Überwindung der Wirtschaftskrise und der
Vorbereitung der EU-Wirtschaft auf das nächste
Jahrzehnt.
Dass auch eine effektive Gleichstellungspolitik
zur Sicherung einer wettbewerbsfähigen
Wirtschaft beiträgt, geht ganz aktuell aus
einem Bericht der Europäischen Kommission
hervor. Danach trägt ein ausgewogenes Verhältnis
von Frauen und Männern in Führungspositionen
zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens
bei.
Auf die Talente erwerbstätiger Frauen können
wir auch in Baden-Württemberg nicht verzichten.
Schließlich stellen diese mit 55 Prozent
die Mehrheit der Abiturienten und die Hälfte
der Neustudierenden im Land.
Wir werden daher weiter an den Voraussetzungen
arbeiten, die notwendig sind, um die
Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen
und Männern im Berufs- und Arbeitsleben
noch besser umzusetzen.
Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden,
damit Frauen und Männer sowohl ihren
Kinderwunsch verwirklichen, als auch ihren
Beruf weiter ausüben können. Arbeitgeber müssen
sich auf diese besonderen Bedürfnisse einstellen
- von der gezielten Beratung bis hin zu
passgenauen Kinderbetreuungsangeboten.
Mein Ziel ist es, das Land zum familienfreundlichsten öffentlichen Arbeitgeber zu
machen. Mit Ansätzen wie Teilzeitarbeit, Telearbeit
oder auch Eltern-Kind-Büros sind wir schon
auf einem guten Weg. An weiteren individuellen
Lösungen, wie zum Beispiel an der Vereinbarkeit
von Pflege und Beruf, werden wir arbeiten.
Eine kinder- und familienorientierte Personalpolitik
rechnet sich für alle Arbeitgeber. Sie
ist ein wichtiger Standortfaktor - für die EU und
für Baden-Württemberg.

Stefan Mappus
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg |