AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 48 - 2/2010
   

 Dr. Monika Stolz

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst eine Information in eigener Sache: Wir haben eine neue Bezeichnung. Seit der Regierungsbildung unseres neuen Ministerpräsidenten Stefan Mappus MdL heißt unser Haus nun Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren – oder kurz Sozialministerium. Die Ministeriumsbezeichnung spiegelt damit noch stärker als vorher die Zuständigkeit für eine ganzheitliche Gesellschaftspolitik wider. Meine Aufgabe als Beauftragte der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen und Männern ist unverändert geblieben und ich werde sie genauso engagiert ausüben wie bisher.

Nachdem sich das zweite AKTIV-Heft aus dem Jahr 1998 mit dem Thema „Frauenpolitik in der Europäischen Union“ beschäftigt hatte, wurde es nun höchste Zeit, das Thema „Frauen in Europa“ aus baden-württembergischer Sicht nochmals zu beleuchten. Sechs Frauen berichten über ihre Arbeit für Europa, in Europa oder in Baden-Württemberg mit Mitteln der EU.

Die europäische Gleichstellungspolitik ist für alle Mitgliedstaaten eine treibende Kraft. Mit dem Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius, Litauen, das Anfang 2010 seine Arbeit aufgenommen hat, wurde eine wichtige Lücke geschlossen. Zu seinen Aufgaben zählen die Erhebung und Analyse von vergleichbaren Daten zur Geschlechtergleichstellung, die Entwicklung von Methoden zur Förderung der Einbeziehung des Gleichstellungsaspekts in alle Politikbereiche sowie die Förderung des Wissensaustauschs und die Öffentlichkeitsarbeit. Herr Günter Mächtle, Abteilungsleiter für Frauen und Familie in unserem Haus, ist Mitglied des begleitenden Expertenforums. So können wir unsere Erfahrungen, die wir bei der Entwicklung von geeigneten Indikatoren für die 2009 herausgegebene Publikation „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland“ gemacht haben, einbringen.


Dr. Monika Stolz MdL
Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren
Beauftragte der Landesregierung
für Chancengleichheit von Frauen und Männern