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Liebe Leserinnen und Leser,
zunächst eine Information in eigener Sache: Wir
haben eine neue Bezeichnung. Seit der Regierungsbildung
unseres neuen Ministerpräsidenten
Stefan Mappus MdL heißt unser Haus nun Ministerium
für Arbeit und Sozialordnung, Familien
und Senioren – oder kurz Sozialministerium. Die
Ministeriumsbezeichnung spiegelt damit noch
stärker als vorher die Zuständigkeit für eine
ganzheitliche Gesellschaftspolitik wider. Meine
Aufgabe als Beauftragte der Landesregierung für
Chancengleichheit von Frauen und Männern ist
unverändert geblieben und ich werde sie genauso
engagiert ausüben wie bisher.
Nachdem sich das zweite AKTIV-Heft aus
dem Jahr 1998 mit dem Thema „Frauenpolitik
in der Europäischen Union“ beschäftigt hatte,
wurde es nun höchste Zeit, das Thema „Frauen
in Europa“ aus baden-württembergischer Sicht
nochmals zu beleuchten. Sechs Frauen berichten
über ihre Arbeit für Europa, in Europa oder
in Baden-Württemberg mit Mitteln der EU.
Die europäische Gleichstellungspolitik ist für
alle Mitgliedstaaten eine treibende Kraft. Mit
dem Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen
(EIGE) in Vilnius, Litauen, das Anfang
2010 seine Arbeit aufgenommen hat, wurde
eine wichtige Lücke geschlossen. Zu seinen
Aufgaben zählen die Erhebung und Analyse von
vergleichbaren Daten zur Geschlechtergleichstellung,
die Entwicklung von Methoden zur Förderung
der Einbeziehung des Gleichstellungsaspekts
in alle Politikbereiche sowie die Förderung
des Wissensaustauschs und die Öffentlichkeitsarbeit.
Herr Günter Mächtle, Abteilungsleiter
für Frauen und Familie in unserem Haus,
ist Mitglied des begleitenden Expertenforums.
So können wir unsere Erfahrungen, die wir bei
der Entwicklung von geeigneten Indikatoren
für die 2009 herausgegebene Publikation „Atlas
zur Gleichstellung von Frauen und Männern in
Deutschland“ gemacht haben, einbringen.

Dr. Monika Stolz MdL
Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren
Beauftragte der Landesregierung
für Chancengleichheit von Frauen und Männern |