AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 45 - 3/2009
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Projekt FreiJa – Hilfe für Zwangsprostituierte beim Ausstieg aus dem Milieu

Das Projekt „FreiJa - Aktiv gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution“ wurde nach dreijähriger, erfolgreicher Arbeit am 31. Mai 2009 abgeschlossen. Das Projekt gegen grenzüberschreitenden Menschenhandel und Zwangsprostitution entstand in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Es geht auf die Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen diakonischer Arbeit zurück. An drei Orten im südbadischen Raum entstanden Fachberatungsstellen für die psychosoziale Begleitung, die Sicherstellung von lebensnotwendigen Versorgungsleistungen und die Vermittlung von medizinischer, juristischer und therapeutischer Hilfe. Netzwerke wurden aufgebaut mit staatlichen Institutionen, sozialen Einrichtungen und Diensten, mit Polizei, Bundesgrenzschutz, Ausländerbehörden, Staatsanwaltschaft, Gerichten, Gesundheitsdiensten, Kostenträgern für soziale Leistungen, Arbeitsagenturen und Beratungsstellen. Insbesondere wurde mit Beratungsstellen und Hilfsorganisationen in Frankreich und der Schweiz kooperiert. Finanziert wurde das Projekt von Aktion Mensch und der Diakonie. Seit dem 1. Juni 2009 setzt FreiJa mit finanzieller Unterstützung des Landes seine Arbeit für den badischen Landesteil fort. Mit FreiJa gibt es nun neben dem Fraueninformationszentrum (FIZ) in Stuttgart und der Mitternachtsmission in Heilbronn drei institutionalisierte Fachberatungsstelle im Land.

Projekte

KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
E-Mail: Peter.Pfeiffer@sm.bwl.de

 

     

Veranstaltung „Kinder brauchen männliche Bezugspersonen!“

Im Rahmen des Programms „Chancen=Gleichheit. Gleiche Chancen für Frauen und Männer“ der Landesstiftung Baden-Württemberg findet am Donnerstag, 24. September 2009 (14:00 –17:30 Uhr, Haus der Wirtschaft, Stuttgart) die Veranstaltung „Kinder brauchen männliche Bezugspersonen! – Strategien zur Erhöhung des Männeranteils in erzieherischen, pädagogischen und sozialen Berufen“ statt. Wir laden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu ein, nach den Fachbeiträgen (Prof. Dr. Michael Meuser, Dortmund und PD Dr. Bernhard Boockmann, Tübingen) mit Experten aus Forschung und Praxis zu diskutieren, welche Strategien für eine Veränderung der derzeitigen Situation notwendig erscheinen. Programm und

Anmeldung unter: www.landesstiftung-bw.de

   
     

Geschlechtersensibler Beteiligungshaushalt Freiburg 2009/2010 - Abschlusskonferenz in der Landesstiftung Baden-Württemberg

Am 29. Juni 2009 fand in Stuttgart die Abschlusskonferenz des Projekts „Geschlechtersensibler Beteiligungshaushalt Freiburg 2009/2010“, eines Kooperationsprojekts der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Stadt Freiburg, statt. Nach der Präsentation der Ergebnisse diskutierten Expertinnen und Experten - unter anderem aus Wien, Berlin und München - sowie Vertreter und Vertreterinnen aus anderen Kommunen, um weiterführende Erkenntnisse über die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in öffentlichen Haushalten zu gewinnen. ´

Dr. Monika Stolz MdL, Ministerin für Arbeit und Soziales, hob hervor, dass Gender Mainstreaming „einen langen Atem“ brauche. Der Ansatz sei zwar bereits seit sieben Jahren in der Landesverwaltung implementiert, es müsse aber weiterhin hierfür geworben werden. Die Beachtung der Genderperspektive in den Haushalten sei dringend geboten, weil sich dort der Stellenwert eines Themas in Euro und Cent konkretisiere. Im Ergebnis bestand Einigkeit darüber, dass mit dem Freiburger Projekt und der darin erprobten Verknüpfung von Gender Budgeting und Beteiligungshaushalt wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen worden sind, die von anderen Gemeinden und Städten genutzt werden können. Das Projekt wird als wichtiger „Leuchtturm“ auf dem Weg zur Förderung und Verbreitung des Ansatzes eines geschlechtergerechten Haushalts gesehen.

   
     

Boys´ Day 2009 in Baden-Württemberg: Angebote für Jungen konnten weiter ausgebaut werden

Am 23. April wurde – zeitgleich mit dem Girls´ Day – zum dritten Mal offiziell ein Boys´ Day durchgeführt. Die Schüler hatten bereits in 27 Stadt- und Landkreisen die Möglichkeit, eher männeruntypische Berufe zu erkunden. So konnte macher Junge in Pflegeheimen, Arztpraxen oder Kindergärten Interessen und Fähigkeiten an sich entdecken, die er vorher nicht für möglich gehalten hätte. Und für viele Kindergartenkinder waren diese männlichen Bezugspersonen eine Bereicherung.

Mehr unter: www.sozialministerium-bw.de/de/Boys_Day/82026.html

   
     

Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz 2009

Die 19. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz GFMK fand - unter dem Vorsitz von Nordrhein-Westfalen - am 18. und 19. Juni 2009 auf Schloss Krickenbeck im Nettetal statt. Die Konferenz, die sich dem Leitthema „Frauen und Integration“ widmete, befasste sich mit insgesamt mehr als 35 Anträgen. Den Vorsitz der 20. GFMK im Jahr 2010 hat der Freistaat Sachsen.

Mehr unter: www.mgffi.nrw.de/frauen/19__GFMK/index.php

   
     

Techtelmechtel mit der Technik – Kooperationsprojekt der Hochschule und der Stadt Aalen

Ende der Sommerferien starteten an der Hochschule Aalen zwei Sommercamps für Mädchen. Eine Woche löteten Mädchen in den Labors, programmierten Roboter, bauten Musikinstrumente, wechselten Reifen und drehten Trickfilme.

Anregungen gaben eine Naturwissenschaftlerin sowie eine Tänzerin, die in einem neuen, ganzheitlichen Ansatz die technischen Fertigkeiten mit Bewegungseinheiten kombinierte und so Naturgesetze und technische Zusammenhänge mit dem ganzen Körper und in der Gruppe erfahrbar und verständlich machte. Die einzelnen Arbeitseinheiten werden im Herbst aufgearbeitet und zur ausdrücklichen Nachahmung veröffentlicht.

Die Sommerfreizeit ist Teil eines großen Projekts, das in insgesamt sechs Modulen Mädchen in verschiedenen Lebenssituationen mit Technik zusammenbringt. So werden Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen geschult, damit schon die Kleinsten mit technikbegeisterten Frauen in Berührung kommen. Zwei weitere Bausteine gehen die Berufswahl der Mädchen an: Ein Technik- Pass informiert über Mädchen in technischen Ausbildungsberufen, und das Projektteam klärt bei Elternabenden an den Realschulen über das Thema Mädchen und Technik auf. Alle Module werden wissenschaftlich begleitet. Das Gesamtprojekt wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Infos finden Sie hier.