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| AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe
44 - 2/2009 |
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| Themen und Projekte aus dem
Sozialministerium
Nachhaltigkeitsprojekt
„Konzeption zum Ausbau
familienunterstützender Dienstleistungen“
Die Nachhaltigkeitskonferenz hat am 25. März 2009 unter Vorsitz von Ministerpräsident
Oettinger die Durchführung eines weiteren Projekts zum Themenfeld „Produzieren und
Arbeiten“ beschlossen.
Ziel ist, ein Gesamtkonzept zum Ausbau familienunterstützender Dienstleistungen zu
entwickeln. Für Familien sollen Dienstleistungen geschaffen werden, um die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie zu verbessern. Es geht darum, vor allem Frauen die Berufstätigkeit, zu
erleichtern, die ohne Entlastung nicht bzw. nur in begrenztem Umfang am Arbeitsmarkt teilnehmen
können. Zudem sollen Arbeitsplätze im regulären Arbeitsmarkt geschaffen werden,
um insbesondere gering qualifizierte Arbeitskräfte in das Erwerbsleben zu integrieren.
Mit dem Nachhaltigkeitsprojekt soll ein Gesamtkonzept für ein „Baden-Württemberg-
Modell“ erstellt werden. Durch die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren wie
zum Beispiel der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit,den
Kommunen, Arbeitgebern, Kirchen, der Liga der freien Wohlfahrtspflege sowie Anbietern
und Nutzern werden die bereits bestehenden Initiativen, Angebote und Erfahrungen miteinbezogen. |
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Projekte
KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
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Frauenhäuser: Finanzierung der
Betreuungskosten für Selbstzahlerinnen
Die Gruppe der Frauen, die keinen Leistungsanspruch nach dem SGB II haben, die so genannten
Selbstzahlerinnen, umfasst insbesondere Frauen, die durch eigene Berufstätigkeit, Studium
oder Ausbildung in der Lage sind, für ihren und den Unterhalt ihrer Kinder einschließlich
der anfallenden Unterkunftskosten im Frauenhaus aufzukommen.
Diesen Frauen ist es meist jedoch nicht möglich, über einen längeren Zeitraum die Tagessätze
für die Betreuungsleistungen, die im Schnitt zwischen 35 und 45 Euro pro Frau und pro Kind
liegen, zu tragen. Betroffen sind zwischen 11 und 20 Prozent der schutzsuchenden Frauen.
Mit Rundschreiben des Städtetags und des Landkreistags Baden-Württemberg vom 14.
Januar 2009 wurde den Mitgliedern empfohlen, die Finanzierung der Betreuungskosten im
Rahmen der §§ 67 und 68 SGB XII zu übernehmen, die Leistung ohne Rücksicht auf Einkommen
und Vermögen zu erbringen und für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten von der
Inanspruchnahme Unterhaltspflichtiger abzusehen.
Diese Vorgehensweise ermöglicht den betroffenen Frauen und ihren Kindern einen unbürokratischen,
niederschwelligen Zugang zur Hilfe.
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„Gegen Gewalt an Kindern – Gemeinsam
für mehr Kinderschutz bei häuslicher Gewalt“
Die Ergebnisse des nunmehr abgeschlossenen Aktionsprogramms „Gegen Gewalt an
Kindern – Gemeinsam für mehr Kinderschutz bei häuslicher Gewalt“ der Landesstiftung
Baden-Württemberg, das im präventiven Bereich Schwerpunkte setzte, wurden
am 28. Januar 2009 in Stuttgart vorgestellt. Ziel war es, den Betroffenen Wege zu
Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In insgesamt neun badenwürttembergischen
Kommunen wurde mit rund 1.250 Schülerinnen und Schülern an
Grund- und Hauptschulen Aufklärungsarbeit zum Thema häusliche Gewalt betrieben.
Häusliche Gewalt ist in Deutschland nach wie vor ein hochaktuelles Thema. Das Miterleben
von häuslicher Gewalt stellt für die betroffenen Kinder eine ganz erhebliche
Belastung dar. Sozialministerin Dr. Monika Stolz MdL unterstrich bei der Abschlussveranstaltung
die Bedeutung frühzeitiger Hilfeangebote, insbesondere auch außerhalb
der Familie.
Das mit dem Projekt beauftragte Forscherteam kam zu dem Ergebnis, dass Schulen
eindeutig ein geeigneter Rahmen für Präventionsarbeit zum Thema häusliche Gewalt
sind. Es empfiehlt, Lehrkräfte so zu qualifizieren, dass sie für betroffene Kinder Vertrauenspersonen
sein können.
Weitere Informationen unter: www.landesstiftung-bw.de/themen/soziales.p?id=252 |
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„Komm auf Tour – meine Stärken,
meine Zukunft“
In Ausgabe 41 haben wir an dieser Stelle „Komm auf Tour – meine Stärken,
meine Zukunft“, eine Initiative zur Berufsorientierung und Lebensplanung,
vorgestellt. Start des Projekts der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung, das vom Ministerium für Arbeit und Soziales nach
Baden-Württemberg geholt wurde - war am 16. März 2009 in Ulm. Es
beteiligten sich verschiedene regionalen Akteure wie die Agentur für
Arbeit, die Kammern, die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas und das staatlichen
Schulamt. Die Schirmherrschaft hatte die Stadt Ulm. An drei
Tagen hatten 462 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 die
Möglichkeit, in dem rund 500 qm großen Erlebnisparcours Neues auszuprobieren,
sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen und vor allem
ihre Stärken zu entdecken. Vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins
Labyrinth und von der sturmfreien Bude auf die Bühne - überall gab
es verschiedene Stärkepunkte, die dann in der Auswertung verschiedenen
Berufsfeldern zugeordnet wurden. Bis zum Ende des Jahres wird
der Parcours an weiteren sieben Standorten aufgebaut: in Pforzheim, im
Schwarzwald-Baar-Kreis, im Kreis Reutlingen, im Neckar-Odenwald-
Kreis, im Ortenaukreis und im Rems-Murr-Kreis sowie in Heilbronn.
Dann heißt es wieder: „Finde heraus, was dich interessiert. Du kannst
mehr, als du bislang weißt. Probier aus, was dir Spaß macht, zuhause, in
der Schule und im nächsten Praktikum.“ |
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Dokumentation der Fachtagung „alles bleibt anders – Einsatz
von Rollenbildern in den Medien“
Die gemeinsam vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-
Württemberg und dem SWR am 26. November 2008 durchgeführte
Veranstaltung beschäftigte sich mit den Rollenbildern von Mädchen
und Jungen, Frauen und Männern in den Medien. Einen sehr
unterhaltsamen Einstieg ins Thema lieferte die Schriftstellerin und
Adolf-Grimme-Preis-Jurorin Barbara Sichtermann. Drei Beispiele aus
der Praxis – Tatort, Radiocomedy „Karin Keks“ und „Ich Tarzan, du
Jane“ – machten die Entwicklung der Frauen- und Männerbilder in
Fernsehen und Radio deutlich und lieferten Ansatzpunkte für eine
geschlechtergerechte Mediengestaltung am Beispiel der Printmedien.
In der abschließenden Talkrunde diskutierten Ulrike Folkerts, SWRTatort-
Kommissarin, Gaby Hauptmann, Bestseller-Autorin, und Giovanni
di Lorenzo, DIE ZEIT-Chefredakteur, mögliche „neue“ Frauen- und
Männerbilder und ihre mutmaßlichen Wirkungen.
Die vollständige Dokumentation der Tagung finden Sie unter:
www.sozialministerium-bw.de/de/Chancengleichheit_von_
Frauen_und_
Maennern/81014.html |
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