AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 42 - 4/2008
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

18. GFMK
23./24. Oktober 2008 in Karlsruhe

Im 50. Jahr des Inkrafttretens des deutschen Gleichberechtigungsgesetzes befasste sich die 18. Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz (GFMK) intensiv mit dem Thema „Bildung“. Ministerin Dr. Monika Stolz, die Vorsitzende der Konferenz, machte deutlich, dass ein „Mehr“ an Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer nur erreicht werden kann, wenn in Erziehung, Bildung und Ausbildung die Grundsätze einer geschlechtersensiblen Pädagogik durchgängig berücksichtigt werden. Nach einem halben Jahrhundert Chancengleichheitspolitik gelte es nun - insbesondere angesichts des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Notwendigkeit, alle Kräfte für den Arbeitsmarkt zu mobilisieren – die Lebenswelten beider Geschlechter in den Blick zu nehmen und bestehende Rollenzuschreibungen zu überwinden. Stereotype tragen durch ihren Einfluss auf die Wahl von Bildungs-, Ausbildungs- und Berufswegen zum Fortbestehen von Ungleichheiten bei. Ministerin Monika Stolz fordert daher für den gesamten Bildungsbereich Fachkräfte mit Genderkompetenz und den verstärkten Einsatz von männlichen Pädagogen in Kindertagesstätten und Grundschulen.

Mehr unter: www.sozialministerium-bw.de (18. GFMK)

Projekte

KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
E-Mail: Christiane.Hug-von-Lieven@sm.bwl.de

 

     

Praxisleitfaden
Genderplanning

Im Rahmen des von der EU geförderten Interreg IIIA-Projekts „Genderplanning – geschlechtergerechte Planung im öffentlichen Raum“ beschäftigten sich fünf Gemeinden aus Baden- Württemberg und Vorarlberg mit der Qualität ihrer öffentlichen Orte unter dem Gesichtspunkt Chancengleichheit für Frauen und Männer. Die Erfahrungen, die die Pilotstädte Alberschwende, Bregenz, Ravensburg, Tuttlingen und Wangen beim Genderplanning gemacht haben, wurden ausgewertet und als konkrete Handlungsempfehlungen für andere Kommunen in einem Leitfaden zusammengefasst. Neben Hintergrundinformationen über die Grundlagen von Genderplanning werden folgende Maßnahmen dargestellt: geschlechtergerechte Schulhofgestaltung, Nutzerinnen- und Nutzerfreundlichkeit des Busbahnhofs, Aufenthaltsqualität in der Altstadt, Gestaltung des Stadtgartens und Aufstellung eines Bebauungsplans. Durch diesen Leitfaden werden Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger bei der Umsetzung eigener Projekte in der kommunalen Planung unterstützt.

Den „Leitfaden für gendergerechte Planung in der Gemeinde“, der vom Frauenreferat der Landesregierung Vorarlberg und dem Ministerium für Arbeit und Soziales Baden- Württemberg herausgegeben wurde, finden Sie unter:
www.sozialministerium-bw.de

   
     

Boys’ Day
23. April 2009

Der erfolgreiche Boys’ Day 2008 in 18 Landkreisen und Städten im Land zeigt, wie wichtig es ist, Jungen und Mädchen den Blick für Berufsfelder zu öffnen, für die sie sich typischerweise nicht interessieren.

Am 23. April 2009 soll wieder taggleich mit dem Girls’ Day ein Boys’ Day durchgeführt werden. Um auch Jungen weiterhin erfolgreich neue Berufswege aufzeigen zu können, brauchen wir Ihre Mitwirkung und bitten Sie, in möglichst vielen Regionen und an möglichst vielen Standorten im Jahr 2009 einen Boys’ Day durchzuführen.

Der Boys‘ Day hat in Baden-Württemberg die besondere und ganz praktische Zielrichtung, den Blick für neue Berufsfelder zu öffnen, die geschlechtertypisch eher nicht in den Focus genommen werden, z.B. Tätigkeiten im sozialen oder erzieherischen Bereich.

Informationen zum Girls’ Day und zum Boys’ Day finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit und Soziales www.sozialministerium-bw.de (Chancengleichheit von Frauen und Männern, Berufswahl und Ausbildung). Hier ist auch eine Übersicht der Boys’ Days im Jahr 2008 eingestellt. Initiativen, die den Boys‘ Day 2009 auf regionaler Ebene koordinieren, werden gebeten, die Landeskoordinierungsstelle (julia.stump@arbeitsagentur.de) zu informieren.

 

   
     

Beruf und Familie
Standortvorteil oder Kostenfaktor?

Balance” am 23. Januar 2009, 9.30 – 16.30 Uhr im Haus der Wirtschaft, Stuttgart.

Der mittelfristig anstehende deutliche Rückgang der Erwerbsbevölkerung fordert gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft, um einem eklatanten Fachkräftemangel vorzubeugen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine bessere Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Anforderungen ermöglichen. In dieser Vereinbarkeit liegt ein Schlüssel für eine höhere Motivation der Beschäftigten sowie eine bessere Einbindung aller Bevölkerungsgruppen in das Beschäftigungssystem.

Der Kongress „Beruf und Familie - Standortvorteil oder Kostenfaktor?“ wirbt für dieses wichtige Thema bei Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung mit Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis – auch aus internationaler Sicht – mit Fachforen und einer abschließenden Podiumsdiskussion. Veranstalter sind das Ministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministeriums und der Landesvereinigung Baden- Württembergischer Arbeitgeberverbände e. V.

Programm unter: www.sozialministerium-bw.de

   
     

Mädchen und Technik
Projekt in Aalen

Die Hochschule Aalen führt in den nächsten Jahren ein ganzheitliches Projekt durch, das bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken soll. Ein Schwerpunkt ist die alters- und gendergerechte Heranführung von Mädchen an diesen Themenbereich. Dieses vom Ministerium für Arbeit und Soziales geförderte Teilprojekt verfolgt das Ziel, den immer noch sehr niedrigen Anteil von Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen zu erhöhen.

Bereits im Kindergartenalter soll u.a. das Beobachten und Beschreiben von Naturphänomenen unterstützt werden. Weiter geht es in den einzelnen Schultypen und in der außerschulischen Jugendarbeit darum, die Beschäftigung mit Naturwissenschaft und Technik zur Normalität werden zu lassen. Ergänzt wird das Projekt durch entsprechende Workshops für Erzieherinnen und Erzieher, eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der einzelnen Schulen und der Agentur für Arbeit und natürlich den Eltern, denn diese haben einen großen Einfluss auf die Berufsentscheidung ihrer Kinder.