| Schwäbisch Hall
plant nachhaltig
Seit 77 Jahren unterstützt die Bausparkasse Schwäbisch
Hall ihre Kundinnen und Kunden bei Fragen rund
um die Baufinanzierung. Für die allermeisten ist der Bau
oder Kauf ihres Hauses eine Investition in die Zukunft,
die noch an nachfolgende Generationen vererbt werden
kann. Ein Institut, das Baufinanzierungen und Bausparverträge
mit Laufzeiten bis 30 Jahren anbietet, muss
also, um erfolgreich bestehen zu können, von Anfang an
auf Nachhaltigkeit setzen. Schwäbisch Hall hat das in
der Vergangenheit noch intensiver betrieben als andere
Wettbewerber: Seit Jahren ist die Bausparkasse der
Volks- und Raiffeisenbanken mit 6,6 Millionen Kunden
die größte in Deutschland – und die kundenorientierteste
dazu, wie der aktuelle Kundenmonitor wieder ausweist.
Kunden- und Serviceorientierung können von den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern aber nur geleistet werden,
wenn Unternehmensstrategie und Personalarbeit die
dazu notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Dass
dies gelingt, zeigt die jährliche Auszeichnung zum „Top-
Arbeitgeber“. Zur Nachwuchssicherung werden jährlich
über 100 Schulabgänger ausgebildet, Abiturienten können
über ein Studium an der Berufsakademie ins Berufsleben
bei Schwäbisch Hall einsteigen. Von insgesamt
3 200 Beschäftigten am Standort sind über 1 900, also
60 Prozent, Frauen. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit
liegt auf Maßnahmen, die – nachhaltig – die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie gewährleisten sollen.
Familienfreundlichkeit im Betrieb
rechnet sich
In einer Studie hat das Bundesfamilienministerium den
betriebswirtschaftlichen Nutzen von Investitionen in
familienfreundliche Angebote errechnet und interessante
Ergebnisse geliefert: Unternehmen, die konstant
in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
investieren, finden einfacher und schneller neue
Mitarbeiter, senken die Fluktuation und reduzieren im
Arbeitsalltag Stressfaktoren für Mütter und Väter. Die
Studie der Bundesfamilienministerin beziffert den jährlichen
Return on Investment auf 15 bis 25 Prozent.
Dabei liegen die rechenbaren Effekte umso höher, je
länger das unternehmerische Engagement anhält und
auf internes Arbeitsklima und externes Unternehmensimage
wirken kann. Familienfreundliche Maßnahmen,
wenn sie nachhaltig betrieben werden, zahlen sich also
umso mehr aus. Das Credo bei Schwäbisch Hall lautet
daher: Lösungen anbieten, die den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in ihrer jeweiligen familiären Situation
weiterhelfen.
Die aktuell von Experten und Politikern geforderten
Instrumente sind bei Schwäbisch Hall teilweise
schon in den späten 60er Jahren eingeführt worden
und wurden im Lauf der Jahre um neue Ideen ergänzt.
Das Unternehmen in der eher ländlich geprägten
Region wollte damals schon die vielen gut ausgebildeten
Frauen nach der Geburt des ersten Kindes nicht
verlieren. Denn bereits damals war der Frauenanteil in
der Belegschaft sehr hoch.
Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
gelten familienfreundliche Arbeitszeiten allgemein als
wichtigster Erfolgsbaustein für die Vereinbarkeit von
Arbeits- und Familienleben. Deshalb gilt eine Gleitzeitregelung
in der Bausparkasse bereits seit 1971. Während
der Betriebsöffnungszeit zwischen 6.00 und 20.00
Uhr wird die Anwesenheit innerhalb der Teams geregelt.
Angefallene Mehrarbeit wird mit Zeitausgleich und bis zu 30 freien Gleittagen vergütet – durchschnittlich 12
nehmen die Beschäftigten pro Jahr.
Die Teilzeitquote ist seit vielen Jahren weit überdurchschnittlich.
Ein Drittel der Belegschaft in Schwäbisch
Hall arbeitet Teilzeit. Mittlerweile existieren rund
60 Arbeitszeitmodelle zwischen 50 und 90 Prozent der
tariflichen Arbeitszeit – während der Elternzeit auch
weniger.
Seit 1969 nimmt das Kindertagheim der Bausparkasse
ganzjährig Mitarbeiterkinder im Alter von drei
bis zehn Jahren auf, die zwischen 7.00 und 17.00 Uhr
– auch bei den Hausaufgaben – betreut werden. Auch
eine kurzfristige Notfallbetreuung ist möglich. Der
„Fuchsbau“ gegenüber der Hauptverwaltung bietet
rund 50 Plätze, die kurzen Wege dorthin tragen auch
zum harmonischen, ja familiären Betriebsklima bei.
Ein kleiner, aber wichtiger Baustein im Gesamtkonzept
ist die „Erweiterte Elternzeit“: Statt der
gesetzlich geforderten drei Jahre können Schwäbisch
Hall-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vier Jahre
Elternzeit im Block nehmen und nach der Einschulung
ihrer Sprösslinge ein weiteres Jahr hinzufügen. Dieses
Angebot zeigt: Viele Maßnahmen erfordern von einem
Unternehmen nicht viel mehr als eine gewisse Flexibilität,
sie können aber im Gegenzug Beschäftigte mit
Kindern aus einer echten Zwangslage befreien.
Traditionell haben viele Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit
Beschäftigte mit Kindern im Kindergartenoder
Grundschulalter im Blick. Vergessen wird dabei oft,
dass auch die Betreuung von Angehörigen eine Erwerbstätigkeit
zeitweilig unmöglich machen kann. Seit 1992
können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Schwäbisch
Hall bis zu zwei Jahre für die Pflege von Angehörigen
freistellen lassen. Die aktuellen Bemühungen der Bundesregierung
gehen ebenfalls in diese Richtung.
Ein Einzelfall in der deutschen Unternehmenslandschaft
ist sicher das 1995 gebaute Seniorenwohnstift
der Bausparkasse in der Haller Innenstadt. In erster Linie
für Ehemalige gedacht, in zweiter Linie für Angehörige von
Beschäftigten, verfügt es über 52 betreute Wohnungen
und einen Pflegebereich, der auch die Langzeitpflege bis
zum Lebensende übernimmt.
Die Verlässlichkeit des Arbeitgebers
schafft langfristig Vertrauen
Keine dieser Maßnahmen für sich allein, aber alle zusammen
schaffen für die Beschäftigten die Rahmenbedingungen,
die zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nötig sind.
Diese Verlässlichkeit des Arbeitgebers schafft langfristig
wiederum Vertrauen. Auch aus diesem Grund identifizieren
sich neun von zehn Beschäftigten stark oder sehr stark mit
Schwäbisch Hall – die gleiche Anzahl würde Schwäbisch
Hall als Arbeitgeber weiterempfehlen. Die Fluktuation
bewegt sich seit Jahren auf niedrigstem Niveau. Durch den
viel besprochenen demografischen Wandel werden künftig
noch mehr Unternehmen ihre Personalarbeit in Richtung
Nachhaltigkeit entwickeln müssen, wenn sie langfristig
erfolgreich sein wollen.
|