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| AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe
4 - 3/1998 |
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| Projekt Consens der Commerzbank:
Tu Gutes und rede darüber
von Barbara David M.A., Leiterin des Projekts Consens
in der Commerzbank.
Seit 1989 werden in der Commerzbank systematisch Maßnahmen
ergriffen, um dem Ziel der Chancengleichheit näher zu kommen.
Die Belegschaft der Bank besteht derzeit zu über der Hälfte
aus Frauen, im außertariflich vergüteten Bereich verzeichnen
wir über 17% Mitarbeiterinnen. Diese Zahlen sind von ihrer
Entwicklung her gut, denn 1980 waren nur 3,2% Frauen im außertariflichen
Bereich beschäftigt. Unser Ziel haben wir in Anbetracht von
über 50% weiblichen Auszubildenden und über 40% weiblichen
Trainees damit noch nicht erreicht.
Im Rahmen des Projekts Consens ist in den letzten neun Jahren ein
Bausteinsystem in folgenden Bereichen entstanden: Angebote,
- die Eltern während der Familienphase Hilfestellung geben,
- die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen,
- die über die zwischenmenschlichen Anspekte informieren,
sensibilisieren und zum Nachdenken oder Diskutieren anregen.
Darüber sprechen
Das Projekt Consens wird seit Beginn von einem konsequenten Marketing
begleitet. Primäre Zielgruppe sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Mit unserer PR-Arbeit richten wir uns darüber hinaus an eine
interessierte Öffentlichkeit, um unseren partnerschaftlichen
Anspruch, "die Bank an Ihrer Seite" zu sein, zu unterstreichen.
Es galt und gilt vor allem, Informationsdefizite zu beheben und
Problembewußtsein für das sehr facettenreiche Thema zu
schaffen. Zwei Beispiele: Zu Beginn der achtziger Jahre war vielen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Gefühl her bewußt,
daß in der Commerzbank viele Frauen arbeiten. Nicht so bekannt
war, daß Frauen sogar die Hälfte der Belegschaft darstellten,
aber in gehobenen Fachpositionen oder Führungspositionen nur
selten zu finden waren. Erst die Kommunikation der Zahlen machte
deutlich, daß Handlungsbedarf bestand. Auch im zwischenmenschlichen
Bereich herrscht häufig der Eindruck vor, daß es keine
nennenswerten Reibungsverluste gäbe. 1995 organisierten wir
in der Bank ein Symposium zum Thema "Zusammenarbeit von Frauen
und Männern". Im Vorfeld der Veranstaltung waren viele
Kollegen und Kolleginnen der Meinung, daß dies in der Bank
schon lange kein Thema mehr sei. Im Verlauf der Workshops stellte
sich jedoch heraus, daß es an vielen Stellen im beruflichen
Alltag "knirscht", z.B. aufgrund unterschiedlicher Sprach-
und Verhaltensweisen bei Frauen und Männern. |
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| Mitarbeiterkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Um eine effiziente Kommunikation zu erreichen, enthalten alle im
Projekt eingesetzten Präsentationsmaterialien wie Briefpapier,
Pressemappen, Aufkleber, Folien oder Stellwände, ein Logo und
die Projektbezeichnung. Leser/innen können so schneller erkennen,
worum es thematisch geht und ob die Informationen interessieren.
Das Logo existiert mittlerweile in einer dritten Version, weil es
von seiner Aussage und seinem Design in regelmäßigen
Abständen aktualisiert wurde. Die Projektbezeichnung lautete
in den ersten Jahren "Frauen im modernen Banking". Es
stellte sich jedoch heraus, daß sich auch immer mehr Männer
in der Bank mit dem Thema Chancengleichheit auseinandersetzen und
sich ihm vorsichtig nähern. Über den Slogan "Frauen
im modernen Banking" fühlten sie sich jedoch nicht angesprochen.
Deshalb erhielt das Projekt vor kurzem die Bezeichnung "Consens",
um auszudrücken, daß in diesem Prozeß beide Seiten
nach einer Lösung suchen.
Beide Seiten - das sind Frauen und Männer, die im Beruf fair
miteinander umgehen, das sind Mütter und Väter, die in
der Familienphase nach einem für alle Familienmitglieder akzeptablen
Weg suchen. Und das sind Arbeitnehmer/innen und Bank, die partnerschaftlich
zusammenarbeiten, um in einem immer härteren Wettbewerb erfolgreich
als Unternehmen bestehen zu können. |
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Werbung mit Gleichberechtigung:
Die Commerzbank wirbt mit ihrem systematischen Engagement in Sachen
Chancengleichheit.

Vergrößerte
Ansicht Adresse:
Commerzbank AG, Zentraler Stab Personal Konzernsteuerung, 60261
Frankfurt, Fon: 089/136-29004, Fax: 069/136-26899
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| Medienvielfalt
Wir sprechen das Thema Chancengleichheit über Printmedien,
elektronische Medien und Veranstaltungen an:
- Zu den wichtigsten Printmedien gehören Broschüren
und Faltblätter, die zum Beispiel über Betriebsvereinbarungen
informieren. Es werden Plakate eingesetzt, um auf Veranstaltungen
aufmerksam zu machen. In unserer Mitarbeiter/innen-Zeitschrift
berichten wir seit neun Jahren in einer festen Rubrik über
Themen zur Chancengleichheit.
- In Zeitungsanzeigen nehmen wir Stellung zu unserer an Chancengleichheit
orientierten Personalpolitik. Es werden Mitarbeiterinnen der Commerzbank
gezeigt, die eine interessante berufliche Entwicklung gemacht
haben, die Führungspositionen in wichtigen Aufgabenfeldern
bekleiden oder in verantwortungsvoller Funktion Teilzeit arbeiten.
- Ein immer wichtigerer Informationsmarkt ist das Internet. Die
Commerzbank hat eine separate Seite zum Thema Chancengleichheit
eingerichtet, die mit anderen Institutionen, die sich mit Frauen-
und Familienpolitik auseinandersetzen, verlinkt ist. Auch das
hausinterne Intranet wird künftig Möglichkeiten einer
spontanen, schnellen und effizienten Kommunikation bieten.
- Last but not least spielen Veranstaltungen in unserer Kommunikation
eine wichtige Rolle, in kleineren und größeren Gesprächsrunden
oder überregional konzipierten Symposien diskutieren Mitarbeitergruppen
über die diversen Aspekte. Das sind z.B. regelmäßige
Elterntreffen oder Veranstaltungen, in denen Führungskräfte
als Multiplikatoren für das Thema Chancengleichheit gewonnen
werden.
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| Das TOTAL E-QUALITY Prädikat
Im Januar 1997 erhielt die Commerzbank als eine der ersten Prädikatsträgerinnen
das TOTAL E-QUALITY Prädikat. Mit diesem "Prädikat
für Chancengleichheit" werden Unternehmen, Institutionen
und Verwaltungen ausgezeichnet, die freiwillig, langfristig und
systematisch Maßnahmen ergreifen, um Chancengleichheit zu
erreichen. Es steht für einen Konsens zwischen ökonomischen
und unternehmerischen Belangen sowie den Interessen der Mitarbeiter/innen,
der oder die über partnerschaftliche Personalstrategien erreicht
werden. Mit der Verleihung des Prädikats erhalten die Unternehmen
die Berechtigung, das TOTAL E-QUALITY Logo benutzen zu dürfen.
Es kann - ähnlich wie der Grüne Punkt oder der Blaue Engel
- beispielsweise auf Produkten der Unternehmens erscheinen und soll
die Kundinnen und Kunden auf das an Chancengleichheit orientierte
Engagement hinweisen. Die Commerzbank macht mit einer Image-Anzeige
auf das verliehene TOTAL E-QUALITY Prädikat aufmerksam. Die
Anzeige ist ein Bekenntnis zum Ziel der Chancengleichheit und kommuniziert
die langfristige Verpflichtung der Commerzbank, einen entsprechenden
Veränderungsprozeß zu unterstützen. Wir ergänzen
darüber hinaus unser Präsentationsmaterial mit dem Logo
des TOTAL E-QUALITY Vereins, um unsere Zielsetzung zu unterstreichen.
Der Prozeß hin zur Chancengleichheit wird sich noch über
einen längeren Zeitraum erstrecken. Wir werden ihn in der Commerzbank
über entsprechende Rahmenbedingungen und eine klare, eindeutige
Kommunikation weiter voranbringen.
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Broschüre Chancengleichheit im Unternehmen, TOTAL E-QUALITY Deutschland
e.V.,c/o DT Bad Kissingen Technische Betriebs GmbH, Mangelsfeld 11-15,
97708 Bad Bocklet |
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