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Liebe Leserinnen und Leser,
AKTIV nimmt den ökumenischen Frauenkongress
zum Anlass, ein Heft mit dem
Schwerpunktthema Frauen und Kirche herauszugeben.
Über 2 000 Frauen trafen sich
am 20. Oktober 2007 in Stuttgart. Die zentrale
Botschaft des Kongresses „Aus der
Fülle handeln – Frauen gestalten Zukunft“
lautete: gemeinsam für Gerechtigkeit und
Gleichberechtigung.
Zukunft kann nur von Frauen und Männern
gemeinsam gestaltet werden. Damit
wird auch das kirchliche Selbstverständnis
verdeutlicht, sich in gesellschaftspolitischen
Themenfeldern zu engagieren und zu positionieren.
Im sozialen und karitativen Bereich ist
das Engagement der Kirchen eine unverzichtbare
Säule in unserem gesellschaftlichen
Leben. Caritas und Diakonisches Werk
sind die zwei großen Verbände der Wohlfahrtspflege,
die vielfältige Aufgaben übernehmen.
Kindertagesstätten, Beratungsstellen,
Pflegeheime und Krankenhäuser sind
beispielsweise in ihrer Trägerschaft.
Aus der Fülle der unterschiedlichsten
Aufgabenfelder stellt AKTIV in diesem Heft
zwei besondere Beispiele vor. Zum einen
das Angebot für Frauen in Armuts- und
Notsituationen „Femmetastisch – ein Ort
für Frauen“ und zum anderen den Beratungsstellenverbund
„FreiJa – Aktiv gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution“,
der sich der Opfer von Zwangsprostitution
annimmt.
Die zahlreichen kirchlichen Frauenverbände
und Frauengruppen gehören zu den
mitgliederstärksten Organisationen in der
Frauenarbeit. Sie beziehen auf den verschiedensten
Ebenen öffentlich Stellung zu
gesellschaftlichen und kirchlichen Themen,
sind in kirchlichen, gesellschafts- und bildungspolitischen
Gremien, sowie im Landesfrauenrat
vertreten. Die Lebenserfahrung
und das Wissen von kirchlichen Frauen können
so in andere Entscheidungs- und Beratungsgremien
eingebracht werden. Auch in
der Frauenbildungsarbeit leisten die Kirchen
Beachtliches. Weiterbildungsarbeit, Seminare,
Studientage und Fortbildungen für Frauen
aller Generationen werden angeboten.
Schon seit langem engagieren sich Frauen
in der Basisarbeit und geben der Kirche ein
Gesicht. Auch in kirchlichen Gremien sind
Frauen vertreten. Die Kirchengemeinderäte
und Pfarrgemeinderäte sind erfreulicherweise
immer häufiger paritätisch besetzt.
Aber auch in Führungs- und Leitungspositionen
innerhalb der Kirchen sind zunehmend
Frauen präsent.
Zutreffend ist deshalb der Leitartikel
dieses Heftes überschrieben mit „Frauen gestalten
Kirche“! Herzlichen Dank für dieses
große Engagement!

Dr. Monika Stolz MdL
Ministerin für Arbeit und Soziales
Beauftragte der Landesregierung
für Chancengleichheit von Frauen und Männern |