AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 37 - 3/2007
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Tagung 19. Juni 2007
Neue Wege für Jungs

Seit Jahren werden Mädchen und junge Frauen ermutigt, sich in männerdominierten Berufen zu behaupten. „Nun ist es höchste Zeit, auch Jungen und jungen Männern Perspektiven in typischen Frauenberufen aufzuzeigen“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz in Ihrer Begrüßungsansprache bei der Fachtagung „Neue Wege für Jungs“ in Stuttgart. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, den Blick nicht nur auf das eingeschränkte Berufswahlverhalten von Mädchen zu richten, sondern auch die eingeschränkte Berufswahl von Jungen in den Blick zu nehmen. Nur so könnten Barrieren zwischen typischen Frauen- und typischen Männerberufen und die auf beiden Seiten üblichen Vorurteile überwunden werden.

Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion mit den Schülern, die am Boys’ Day teilgenommen, und den jungen Männern, die sich für den Beruf des Krankenpflegers entschieden haben.

Die Ministerin hält eine Doppelstrategie für unumgänglich. Parallel zum Girls’ Day, an dem in diesem Jahr 16 000 Mädchen im Land teilnahmen, sind spezifische Angebote für Jungen erforderlich, um sie bei der Berufswahl und Lebensplanung zu unterstützen. Die Fachtagung sollte dazu beitragen, dass der Boys’ Day im Jahr 2008 auch in anderen Kreisen angeboten wird.

Tagungsdokumentation unter: www.sozialministerium-bw.de

Projekte

KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Schellingstraße 15
70174 Stuttgart
E-Mail: Christiane.Hug-von-Lieven@sm.bwl.de

 

     

Mannheimer Kongress
14./15. Juni 2007

Zum europäischen Jahr der Chancengleichheit fand am 14./15. Juni 2007 in Mannheim der Kongress „Vielfalt fördern – Prozesse initiieren – voneinander lernen“ statt. Veranstaltet wurde er von den Sozial- und Wirtschaftsministerien der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie dem Europa Zentrum Baden-Württemberg. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Regionalvertretung Süddeutschland der Europäischen Kommission, Dr. Henning Arp, und dem sich anschließenden Fachvortrag von Dr. Daniel Dettling (Zukunftsinstitut Kelkheim) wurden moderierte Fachforen angeboten zu den Themenbereichen
 
Migration
 
Gender in der kommunalen Planung
 
Gender in der Arbeitswelt
 

Menschen mit Behinderungen

  Ältere Beschäftigte

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung konkreter Good-Practice-Beispiele. In den Foren wurde an die Erfahrungen der vorgestellten Projekte angeknüpft, um gemeinsam über themenübergreifende Strategien zur Förderung der Chancengleichheit zu diskutieren. Zudem standen auf dem „Marktplatz“ vielfältige Informationen und Anregungen zur Verfügung. Am zweiten Veranstaltungstag informierte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes beim BMFSFJ, Dr. Martina Köppen, in ihrem Fachvortrag „Die Chancen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“ über die Regelungen des AGG und die Aufgaben der Antidiskriminierungsstelle. Zum Abschluss des Kongresses wurden die „Mannheimer Thesen“ erarbeitet, die die Idee des voneinander Lernens dokumentieren.

Tagungsdokumentation unter: www.sozialministerium-bw.de

   
     

Barbara-Künkelin-Preis
Ausschreibung: ab 12. September 2007

Gesucht werden Frauen oder Frauengruppen, die „zum Wohle der Allgemeinheit tätig werden, ohne den Erfolg einem durch Ihre Männer bekleideten Amt verdankt zu haben“. Wichtig ist der Jury auch, dass die erbrachten Verdienste oder Projekte die gängigen Vorstellungen durchbrachen oder dass deren Umsetzung Mut brauchte. Der renommierte Preis wurde von Schorndorfs Ehrenbürger Fritz Abele gestiftet und ist mit 5 000 Euro dotiert.

Nähere Informationen erhalten Sie beim Heimatverein Schorndorf, Holger Dietrich, Ulrichstr. 65, 73614 Schorndorf und auch über die Stadt Schorndorf, Amt für Stadtmarketing, Nicole Marquardt, Fon: 0 71 81/6 02-1 26, E-Mail: nicole.marquardt@schorndorf.de oder unter www.schorndorf.de

   
     

Startprojekt
Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Landesregierung hat unter dem Motto „Jetzt das Morgen gestalten“ für Baden-Württemberg eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Das Motto zeigt, dass für ein wirtschaftlich attraktives und lebenswertes Land die Weichen jetzt gestellt werden müssen. Nachhaltigkeit bedeutet, mit Initiativen dauerhafte Fortschritte zu erzielen. Genau darum geht es bei der Frage, wie Lebens- und Arbeitswelt so aufeinander abgestimmt werden können, dass Beschäftigte mit Betreuungsaufgaben für Angehörige – seien es Kinder oder Ältere – beiden Lebensbereichen gerecht werden können. Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird immer noch fast ausschließlich unter dem Blickwinkel „Betreuung der Kinder“ diskutiert. Die demografische Entwicklung und die verstärkte Erwerbsbeteiligung von Frauen zwingen aber dazu, verstärkt den Blick auf die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Betreuung bzw. Pflege älterer Angehöriger zu richten. Als eines der Startprojekte im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie greift das Ministerium für Arbeit und Soziales das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ auf. Erfreulicherweise ist es gelungen, zahlreiche Akteure aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen für die Zusammenarbeit zu gewinnen. In Arbeitsgruppen sollen zukunftsorientierte Ideen und Vorschläge entwickelt werden. Diese werden in Handlungsempfehlungen beziehungsweise Selbstverpflichtungen münden.

Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie unter: www.um.baden-wuerttemberg.de