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| AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe
36 - 2/2007 |
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| Themen und Projekte aus dem
Sozialministerium
Politik trifft Wissenschaft
Zweites Kamingespräch am 28. März 2007
Auf Einladung der Beauftragten der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen
und Männern, Ministerin Dr. Monika Stolz, diskutierten am 28. März 2007 acht Landtagsabgeordnete
und zehn gesellschaftliche Akteure mit Wissenschaftlerinnen das
Thema „Chancengleichheit als Bildungsauftrag“. Im Zentrum stand die Frage, warum
Jungen aus bildungsfernen Familien im Vergleich zu Mädchen – auch mit ähnlichen
sozialen, ethnischen und familiären Hintergründen – schlechtere schulische Leistungen
bringen und zunehmend zu Bildungsverweigerern werden.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von allen männlichen Schulabgängern
verließen die Hauptschule ohne Abschluss 8,5% (5,7% Mädchen) und mit Hauptschulabschluss
36,7% (30,1% Mädchen), die Realschule mit Abschluss 36,9% (41,8% Mädchen)
und mit Hochschulreife 17,9% (22,4% Mädchen). „Gender hat Masterstatus“ so
die wissenschaftliche Sicht, die von den Teilnehmenden aufgegriffen und mit Ideen und
Vorschlägen verstärkt wurde.
Nicht nur in den Institutionen, auch in den Familien muss Chancengleichheit stärker
gelebt werden. Väter sollen zu einer bewussten Vaterschaft befähigt und ermutigt
werden. Chancengleichheit muss noch mehr zum strategischen Leitgedanken in Kindergärten
und Schulen werden und die Wirksamkeit überprüfbar sein. Bereits in der
Ausbildung bzw. im Studium der Erzieher/innen und Lehrer/innen sowie in der Fort -
bildung, sollten die Grundgedanken des Gender Mainstreamings vermittelt werden.
Auch in der außerschulischen Jugendarbeit und in der Familienbildung kommt dem
Thema Chancengleichheit ein hoher Stellenwert zu. „Chancengleichheit ist längst kein
„weiches“ Thema mehr“, so die Ministerin, „wie die Bildungskrise der Jungs zeigt,
muss das Thema mit den unterschiedlichsten Maßnahmen in den Mainstream
gebracht werden, damit Mädchen und Jungen die gleichen Entwicklungs- und Bildungschancen
haben.“
PowerPoint-Präsentationen der wissenschaftlichen Inputs unter:
www.sozialministerium.de |
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Projekte
KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
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Broschüre
„Chancengleichheit konkret.“
Nachdem im Jahr 2006 die Broschüre „Chancengleichheit braucht Ideen. Eine Arbeitshilfe
zur Umsetzung von Gender Mainstreaming und Gender Planning in den Kommunen“
herausgegeben wurde, liegt nun die Broschüre „Chancengleichheit konkret. Eine
Arbeitshilfe zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in den Ministerien des Landes
Baden-Württemberg“ vor. Sie wurde im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Soziales
von Frau Mahmud, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Fachbeirat Gender Mainstreaming
und den Projektgruppenmitgliedern Gender Mainstreaming der einzelnen Ministerien
erstellt. Die Broschüre „Chancengleichheit konkret.“ stellt das Konzept zur Einführung
und Umsetzung von Gender Mainstreaming in die baden-württembergische
Landesverwaltung vor. Darüber hinaus gibt sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
aller Funktionsebenen in den Ressorts mit zahlreichen Praxisbeispielen viele Anregungen,
wie das gleichstel-lungsorientierte Konzept Gender Mainstreaming in ihr alltägliches
Verwaltungshandeln verankert werden kann.
Die Arbeitshilfe können Sie kostenlos beim Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-
Württemberg im Internet bestellen oder als pdf-Datei herunterladen unter:
www.sozialministerium-bw.de |
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Fachtagung „Neue Wege für Jungs“
19. Juni 2007, 13 Uhr, Stuttgart
Zum Girls’ Day 2007 hat das Ministerium für Arbeit und Soziales
Baden-Württemberg in den vier Kreisen Esslingen, Reutlingen,
Tübingen und Ostalbkreis die modellhafte Erprobung
von speziellen Angeboten für Jungs unterstützt.
Die Ergebnisse aus den vier Modellprojekten „Neue Wege
für Jungs“ werden auf einer Fachtagung am 19. Juni 2007 im
Haus der Wirtschaft (Stuttgart) vorgestellt. Für das Hauptreferat
konnte Herr Miguel Diaz vom Servicebüro „Neue Wege für
Jungs“, Bielefeld, gewonnen werden. Er leitet die bundesweite
Projektkoordination der Initiative „Neue Wege für Jungs“.
Die Fachtagung hat zum Ziel, die Erfahrungen vorzustellen
und Anregungen für eine landesweite Einführung der
Angebote für Jungs zu geben. Die Veranstaltung richtet sich
an die regionalen Arbeitskreise Girls’ Day, an in der Jungenarbeit
Tätige, die Gleichstellungsbeauftragten, die Fachreferentinnen
und -referenten für Chancengleichheit, an Lehrerinnen
und Lehrer, sowie an alle Interessierten.
Tagungsprogramm unter: www.sozialministerium.de |
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Kongress 14.-15. Juni 2007 „Vielfalt fördern– Prozesse initiieren – voneinander lernen“
Im Rahmen des „Europäischen Jahrs der Chancengleichheit
für alle“ 2007 findet am 14. und 15. Juni 2007 in der
Universität Mannheim (Schloss) der Kongress „Vielfalt fördern
– Prozesse initiieren – voneinander lernen“ statt. Veranstalter
sind die Sozial- und Wirtschaftsministerien der Länder
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, das Europa Zentrum
Baden-Württemberg und die Evangelische Akademie
Bad Boll. Der Kongress wird von der Europäischen Union und
dem BMFSFJ unterstützt. Ziel des Kongresses ist es, durch
Referate, Foren und einen Marktplatz von Good-Practice-
Beispielen den Austausch zu intensivieren und neue Wege zur
Förderung der Chancengleichheit in den Bereichen Migration,
Gender, Behinderung und Alter zu finden.
Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter
aus den Kommunen, der Politik, aus Betrieben, aus öffentlichen und nichtöffentlichen Institutionen, an ehrenamtlich
tätige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Frauen-
und Gleichstellungsbeauftragte und an alle Interessierten,
die in diesen potenziellen Diskriminierungsfeldern tätig sind.
Programm unter: www.sozialministerium-bw.de |
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