|
|
| |
|
 |
| AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe
35 - 1/2007 |
|
 |
| |
|
| Themen und Projekte aus dem
Sozialministerium
Projektförderung
Berufswahlorientierung von Mädchen
Auch in diesem Jahr fördert das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
Mädchenprojekte im Bereich der Berufswahlorientierung.
Die Situation bei den Ausbildungsstellen zeigt die Notwendigkeit von Projekten, die
die Entscheidungsfähigkeit von Mädchen im Hinblick auf die Berufsorientierung unterstützen
und sie an das gesamte Spektrum der Berufe heranführen.
Im Rahmen des Förderprogramms „Wir können alles?!“ werden deshalb wieder Projekte
gefördert, die sich mit entsprechenden Angeboten an der Lebenswelt von Mädchen
orientieren und diese in möglichst jungen Jahren ansprechen, wenn durch Rollenzuschreibung
noch wenig Einengung besteht. Konkrete Projektinhalte werden nicht vorgegeben.
Wesentlich für die Förderung ist die jeweilige mädchenspezifische Anleitung und
die Nachhaltigkeit des Projekts.
Entsprechende Anträge sind bis zum 30. März 2007 beim Ministerium für Arbeit und
Soziales Baden-Württemberg, Abteilung 2, Postfach 10 34 43, 70029 Stuttgart einzureichen.
Ansprechpartnerin ist Frau Büchling, Fon: 0711/123-35 22. Da das Ministerium
bei der Entscheidung über die Projektanträge fachlich von der LAG Mädchenpolitik beraten
wird, sind die Anträge gleichzeitig als Mehrfertigung an die Geschäftsstelle der LAG
Mädchenpolitik e.V. Baden-Württemberg, Siemensstr. 11 in 70469 Stuttgart zu übermitteln. |
 |
Projekte
KONTAKT
zum Ministerium
für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg
|
|
| |
|
|
Am 26. April 2007
ist Girls Day
Am 26. April 2007 findet wieder der Girls´ Day statt. An diesem Aktionstag werden
bundesweit Betriebe ihre Werkstätten öffnen, um Schülerinnen die Möglichkeit zu bieten,
die Arbeitswelt – und hier vor allem „frauenuntypische“ Berufe - praxisnah zu erleben.
In diesem Jahr wird die landesweite Koordinierung von der Regionaldirektion
Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Sie unterstützt in
Baden-Württemberg, ebenso wie die inzwischen in vielen Regionen entstandenen
Arbeitskreise auf lokaler Ebene, Unternehmen und Schulen bzw. Schülerinnen bei der
Vermittlung von Kontakten.
Vier dieser regionalen Arbeitskreise bieten in diesem Jahr zusätzlich spezielle Angebote
für Jungen und vermitteln Kontakte, z.B. zu Wohlfahrtseinrichtungen, um den
Schülern an diesem Tag Einblicke in „männeruntypische“ Berufe im Sozial- und Pflegebereich
zu ermöglichen. Diese „Neuen Wege für Jungs“ werden in folgenden Regionen
beschritten:
 |
Kreis Esslingen (Koordination: Frauenbüro der Stadt Filderstadt, Fon: 0711/70 03- 343) |
 |
Kreis Reutlingen (Koordination: Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb,
Fon: 07121/3 36-1 30) |
 |
Kreis Tübingen (Koordination: PfunzKerle e.V. Tübingen, Fon: 07071/36 09 89) |
 |
Ostalbkreis (Koordination: Landratsamt Ostalbkreis, Fon: 07361/503-4 03) |
|
|
|
| |
|
|
Bekämpfung von Frauenhandel– Dokumentation im Internet
Die wirksame Bekämpfung des Menschenhandels setzt eine enge und vertrauensvolle
Zusammenarbeit sowie ein koordiniertes Vorgehen aller beteiligten Behörden und Einrichtungen
voraus. Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Arbeit und Soziales
am 7. November 2006 in Stuttgart die Fachtagung „Bekämpfung von Frauenhandel und
Zwangsprostitution – Eine interdisziplinäre Aufgabe" organisiert. Ziel war die Stärkung
des gegenseitigen Berufsverständnisses und die Förderung des Dialogs zwischen den
beteiligten Berufsgruppen. Die Veranstaltung, an der knapp 200 Personen aus allen Landesteilen
teilgenommen haben, hat in Fachkreisen eine positive und überaus große Resonanz erfahren.
Die Dokumentation der Fachtagung steht auf der Homepagedes Ministeriums für Arbeit und Soziales unter:
www.sozialministerium-bw.de/de/Gewalt_gegen_
Frauen/82115.html
|
|
|
| |
|
|
Stalking
wird eigener Straftatbestand
Am 30. November 2006 hat der Deutsche Bundestag das
Gesetz zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellungen
beschlossen und hiermit ein klares Signal gesetzt: Stalking ist
keine Privatsache, sondern strafwürdiges Unrecht.
Die Tathandlungen reichen von Telefonterror, dem unerwünschten Übersenden von E-Mails, SMS oder Briefen, derÜbermittlung nicht gewollter Geschenke, dem Auflauern vor
der Wohnung oder am Arbeitsplatz bis hin zu tätlichen
Angriffen. Neben Auswirkungen auf die Psyche der Opfer
führen diese systematischen Annäherungshandlungen in vielen
Fällen zu einschneidenden Verhaltensänderungen der
Betroffenen. Opfer schränken ihre sozialen Kontakte ein, meiden
bestimmte Orte und treffen Sicherungsvorkehrungen.
Ihre persönliche Lebensgestaltung wird hierdurch erheblich
beeinträchtigt. Der neue Straftatbestand schließt Strafbarkeitslücken
und ermöglicht einen effektiveren Opferschutz.
Bislang gab es im Strafgesetzbuch keinen Straftatbestand,
der dem Gesamtbild der Taten gerecht wurde.
Stalking wird in vielen wissenschaftlichen Studien als
Unterform von häuslicher Gewalt verstanden. Knapp 85 Prozent
der Opfer sind weiblich; in annähernd 50 Prozent der
Fälle handelt es sich beim Stalker um einen Ex-Partner. |
|
|
| |
|
|
Initiative
Politik trifft Wissenschaft
Auf Einladung von Ministerin Dr. Monika Stolz MdL trafen
sich Landtagsabgeordnete und Vertreterinnen und Vertreter
gesellschaftlicher Gruppen am 25. Januar 2007 in Stuttgart.
Mit den Wissenschaftlern Dr. Reinhard Winter, sozialwissenschaftliches
Institut Tübingen, und Prof. Dr. Cornelia Helfferich,
ev. Fachhochschule für Sozialwissenschaft Freiburg,
diskutierten sie über die Rolle von Chancengleichheit bei der
Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen.
Damit geht Monika Stolz in ihrer Funktion als Beauftragte
der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen und
Männern einen neuen Weg. Impulse aus dieser und weiteren
geplanten themenspezifischen Diskussionsrunden sollen in
die Politikgestaltung einfließen und das Thema Chancengleichheit
stärker in den Mittelpunkt rücken.
|
|
|
| |
|
|
|
|