AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 3 - 2/1998
   

 

unverkennbar ist der große Einfluß, den Medien und Medienmacher auf unsere Gesellschaft und damit auch auf das Bild von Frauen in unserer Gesellschaft haben.

Deshalb wurde anläßlich der Nachfolgekonferenz zur 4. Weltfrauenkonferenz in Baden-Württemberg dem Thema "Frauen und Medien" ein breiter Raum eingeräumt. Auch in meinem 10-Punkte-Programm einer zukunftsorientierten Frauenpolitik habe ich einen Schwerpunkt auf den Mediensektor gelegt.

Mit der Untersuchung über die "Repräsentanz von Frauen in den Medien in Baden-Württemberg" liegt erstmals statistisches Material über die Situation in Baden-Württemberg vor. Mit unserer Tagung "Frauen-Macht-Medien" am 17. Februar 1998 wurde der Zugang zu den Medien in der Zivilgesellschaft als eine der wichtigsten Formen der Information und Partizipation sowie die Rolle der Frauen und deren Leistungen dabei öffentlich gemacht.

Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung ist die grundsätzliche Forderung einer konsequenten Frauenpolitik. Teilhabe bedeutet Beteiligung an der Macht, politische und gesellschaftliche Prozesse nachhaltig zu steuern und zu beeinflussen.

Auch werden Arbeit, Kreativität und Entscheidungsmacht von Frauen dringend gebraucht, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu erhalten. Dies gilt in besonderem Maße für den Medienstandort Baden-Württemberg.


Johanna Lichy MdL
Staatssekretärin im Sozialministerium Baden-Württemberg
Frauenbeauftragte der Landesregierung