AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 28 - 2/2005
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

„Die Frau imponiert mir!“ Ergebnis der Abstimmung

Bis zum 8. Mai konnten sich Besucherinnen und Besucher des landesweiten Frauenportals im Internet an der Abstimmung „Die Frau imponiert mir!“ beteiligen. Insgesamt wurden 2176 Stimmen abgegeben. Und nun steht fest, wer die Favoritinnen sind: Spitzenplätze nehmen Berta Benz und die Ulmer Metzgerinnen ein, dicht gefolgt von Lina Hähnle (gründete 1899 den „NABU-Voräufer“ „Bund für Vogelschutz“) und Andrea Laux (Mütterzentren). Die Abstimmungsergebnisse finden sich unter www.frauen-aktiv.de. Wer möchte, kann sich auch weiterhin über all die bedeutenden Frauen informieren: unter www.frauen-aktiv.de, Stichwort
Porträts, und unter www.51-Prozent.de.

Projekte

 

     

Ministerium für Arbeit und Soziales fördert Mentoring-Projekt in Freiburg

In den naturwissenschaftlich-technischen Fächern ist die Zahl der Studienanfängerinnen in den letzten Jahren zwar gestiegen. Gleichzeitig ist hier die Zahl der Studienabbrecherinnen aber überproportional hoch. Nur rund ein Drittel der Absolventinnen einer naturwissenschaftlich- technischen Fakultät in Deutschland ist weiblich. „Durch die geringe Beteiligung an technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen verzichten junge Frauen auf gute Beschäftigungschancen. Aber auch aus ökonomischer Sicht können wir es uns nicht mehr leisten, auf das Potenzial gut ausgebildeter Frauen zu verzichten, so die Frauenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Johanna Lichy MdL, am 26. April 2005 in Stuttgart. Deshalb stellt das Ministerium für Arbeit und Soziales rund 332 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für ein Projekt an der Universität Freiburg zur Verfügung, wo seit April 2005 „erfahrene“ Studentinnen als Mentorinnen Studienanfängerinnen begleiten und beraten.

   
     

Mammographie-Screening startet noch in diesem Jahr

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren werden voraussichtlich noch in diesem Jahr zu einer Früherkennungsuntersuchung der Brust eingeladen. Alle zwei Jahre soll die Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs wiederholt werden. Dies sieht die bundesweit gültige Krebsfrüherkennungsrichtlinie, die vom gemeinsamen Bundesausschuss Ärzte und Krankenkassen beschlossen wurde, vor. Kosten entstehen für die teilnehmenden Frauen nicht. Ziel ist es, die Früherkennung von Brustkrebserkrankungen zu erhöhen und dadurch letztlich die Sterblichkeitsrate von an Brustkrebs erkrankten Frauen zu senken. Denn wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Brustkrebs. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Um möglichst alle Frauen in der entsprechenden Altersgruppe zu der Früherkennungsmaßnahme einzuladen, wird beim Versand der Einladungen auf Daten der Einwohnermeldeämter zurückgegriffen. Nur so ist gewährleistet, dass alle Frauen, die in Baden-Württemberg wohnen, eine Einladung erhalten. Für die hierfür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen machte die Landesregierung im März den Weg frei. Weitere zwingend notwendige Vorarbeiten, die von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und von den Krankenkassen im Land zu leisten sind, werden voraussichtlich im Laufe des Sommers abgeschlossen sein. Dann werden die Frauen im Land von einer „Zentralen Stelle“ zur freiwilligen Teilnahme am Mammographie- Screening eingeladen.

 

   
     

Ratgeber „Chatten ohne Risiko? Zwischen fettem Grinsen und Cybersex“

Die Broschüre beschreibt Jugendschutzprobleme in Chat-Räumen des Internets und zeigt, wo Kinder und Jugendliche vor Übergriffen geschützt sind. Dazu hat jugendschutz.net, die gemeinsame Stelle der Länder für Jugendschutz in Telemedien, die wichtigsten Chats untersucht und Kinder über ihre Erfahrungen befragt. Als Hilfestellung finden Eltern und Pädagogen in der Broschüre anschauliche Hintergrundinformationen und eine Bewertung der Sicherheit der wichtigsten Chats. Zwei „Spickzettel“ zum sicheren und vorsichtigen Chatten vermitteln Kindern und Jugendlichen altersgerechte Grundregeln zur Risikovermeidung, z.B. keine persönlichen Daten weiterzugeben und sich niemals allein mit Chat-Bekanntschaften zu treffen.

 
Die Broschüre ist kostenlos beim Ministerium für Arbeit und Soziales erhältlich, E-Mail: pakate@ sm.bwl.de; Download als pdf- Datei unter: www.sozialministerium. de/ (Jugendliche/ Jugendschutz aktuell).
     

25-jähriges Jubiläum der Landesstiftung „Familie in Not“

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Landesstiftung „Familie in Not“ am 10. März 2005 hat Sozialministerin Tanja Gönner im Rahmen einer Feierstunde die Leistungen und das Engagement der Stiftung gewürdigt. Die Stiftung hilft seit 1980 in Not geratenen Familien und Alleinerziehenden sowie werdenden Müttern und Vätern in Konfliktsituationen, wenn keine eigenen und auch keine anderen Hilfemöglichkeiten zur Abwendung dieser Notlage bestehen oder nicht ausreichend sind. Seit Bestehen der Stiftung konnte 14 300 Familien und Alleinerziehenden in Baden-Württemberg in teilweise extremen Notlagen mit insgesamt 20 Millionen Euro geholfen werden. Zur erfolgreichen Aufgabe der Stiftung gehört es, die Familien in die Lage zu versetzen, ihre Notlage möglichst mit eigenen Kräften zu überwinden. Die (freiwilligen) Stiftungsleistungen werden daher auch nur dann gewährt, wenn die Notlage dauerhaft zu bewältigen ist. Die Stiftung vergibt außerdem Hilfen der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ an werdende Mütter in Konfliktsituationen.

 
Näheres hierzu: www.sozialministerium.de (Familie und Kinder/Rat und
Hilfe für Familien /Schutz des ungeborenen Lebens)
     

Daten zur Lage der Familien im Familienbericht 2004

Ende April 2005 ist der Familienbericht 2004 für die 13. Legislaturperiode des Landtags von Baden-Württemberg veröffentlicht worden. Auf rund 650 Seiten gibt der in zwei Teilen erschienene Bericht fundiert Auskunft über die allgemeine Lage der Familien in Baden-Württemberg (Teil 1) sowie speziell über Migration und Migrantenfamilien in Baden-Württemberg (Teil 2). Zentrale Themen beider Teile sind jeweils die Aspekte Demografie, Bildung und Arbeitsmarkt, Familienarbeit und Erwerbsarbeit, die ökonomische Lage von Familien und die Kinderbetreuung. Teil 1 enthält zusätzlich eine Darstellung der familienpolitischen Leistungen des Landes.

Die Untersuchung zeigt die Vielfalt familialer Lagen, die Stärken von Familien, aber auch Problemlagen auf. Die Analysen sind geschlechterspezifisch aufbereitet. Die Situation von Mädchen und Frauen wird besonders bei den Themen Bildung und Erwerbstätigkeit beleuchtet.

 
Der Bericht ist als pdf-Datei auf der Homepage der Familienwissenschaftlichen Forschungsstelle im Statistischen Landesamt eingestellt: www.statistik. baden-wuerttemberg. de/BevoelkGebiet/ FaFo/. Die Broschüre kann gegen Gebühr beim Ministerium für Arbeit und Soziales (Broschürenstelle) bestellt werden.