Potenziale der Frauen erkennen und nutzen! Dies ist ein Schwerpunkt meines frauenpolitischen Aktionsprogramms „Top-Themen der Frauenpolitik“. Frauen bringen heute gute Voraussetzungen mit, um Führungs- und Leitungsaufgaben zu übernehmen. Dies gilt auch für die Mitwirkung an politischen Entscheidungen. Die Europäische Kommission hat hierzu festgestellt: „Zunehmend wird anerkannt, dass die ausgewogene Mitwirkung von Frauen und Männern am Entscheidungsprozess ein Gebot der Demokratie ist und positive Auswirkungen auf die Gesellschaft hat“.
Am 13. Juni 2004 wird in Baden-Württemberg gewählt. Rund 7,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die Mitglieder des Europäischen Parlaments, der 35 Kreistage, des Regionalparlaments der Region Stuttgart und der 1.111 Gemeinderäte zu wählen. Bei den Kommunalwahlen 1999 wurden im landesweiten Durchschnitt in die Kreistage 13,9 Prozent und in die Gemeinderäte 18,6 Prozent Frauen gewählt. Von einer ausgewogenen Beteiligung von Frauen und Männern kann demnach noch nicht die Rede sein. Zu den Kommunalwahlen 2004 haben sich Verbände und Organisationen zu einem „Bündnis für Demokratie – Demokratie braucht Männer und Frauen“ zusammengeschlossen. Gerne habe ich die Schirmherrschaft übernommen. Mit vielfältigen Initiativen und Aktionen will das Bündnis zu einer ausgewogeneren Mitwirkung von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen beitragen. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet, unter www.frauen-aktiv.de, direkt auf der Startseite.
Die Erfolgsaussichten von Frauen, sei es im Beruf oder bei der Bewerbung um ein politisches Mandat, werden von vielen Faktoren bestimmt. Einige davon können Sie selbst beeinflussen. Häufig erwarten Frauen „entdeckt“ zu werden. Es fällt ihnen schwer, für sich selbst die Werbetrommel zu rühren und auf die eigene Arbeit aufmerksam zu machen. Genau dies ist aber ein Schlüssel zum Erfolg. So hängt z. B. der Wahlerfolg auch vom Bekanntheitsgrad ab. Dabei ist es wichtig, wie sich die Kandidatinnen den Wählerinnen und Wählern vorstellen. Häufig unterschätzen Frauen, dass dabei das „Wie“ fast noch wichtiger ist als das „Was“. Der persönliche Eindruck ist ausschlaggebend! Nach einer amerikanischen Studie beruht die Wirkung zu 38 Prozent auf Tonfall und Sprechweise, zu 55 Prozent auf Kleidung, Körpersprache und Mimik und lediglich zu 7 Prozent auf den Inhalten.
In diesem AKTIV-Heft finden Sie viele praktische Tipps und Informationen, die zu einer gelingenden Selbstpräsentation beitragen können. Nicht nur bei der Kandidatur für ein politisches Gremium, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen sind diese Tipps hilfreich. Probieren Sie sie einfach bei der nächsten Gelegenheit aus!
Noch eine Bitte in eigener Sache: Uns interessiert Ihre Meinung zu AKTIV. Deshalb führen wir eine Fragebogenaktion durch. Den Fragebogen finden Sie auf der Seite 10 dieses Heftes. Sie können ihn aus dem Heft ausschneiden, kopieren oder im Internet, unter www.frauenaktiv. de, ausdrucken und an das Sozialministerium faxen oder per Post schicken.
Je höher die Beteiligung, desto aussagekräftiger die Ergebnisse. In diesem Sinne hoffe ich auf eine rege Beteiligung!





