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| AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe
21 - 3/2003 |
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| Themen und Projekte aus dem
Sozialministerium
Initiative
zu den Kommunalwahlen am 13. Juni 2004
Seit den letzten Kommunalwahlen (1999) sind im Landesdurchschnitt
in den Gemeinderäten 18,6 Prozent und in den Kreistagen 13,9 Prozent
Frauen vertreten. Die Beteiligung von Frauen an kommunalpolitischen
Entscheidungen ist zwar kontinuierlich gestiegen, aber von einer
ausgewogenen Mitwirkung von Frauen und Männern kann nicht gesprochen
werden. Gerade auf kommunaler Ebene, auf der Entscheidungen ganz
konkrete Auswirkungen auf die Lebenssituationen der Bürgerinnen
und Bürger haben, gehen von den sich ergänzenden Sichtweisen, Erfahrungen
und Kompetenzen von Frauen und Männern Impulse aus, die die Informationsbasis
bei der Entscheidungsfindung verbreitern und zu einer erhöhten Akzeptanz
der Entscheidungen führen können. Deshalb wird eine ausgewogene
Mitwirkung von Frauen und Männern zunehmend als demokratisches Erfordernis
angesehen, das positive Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft
hat.
Die Frauenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin
Johanna Lichy MdL, hat im Vorfeld der Kommunalwahlen 2004 eine Expertinnenrunde
eingeladen. Die angesprochenen Handlungsfelder reichten von der
Gewinnung von Kandidatinnen bis zur Sensibilisierung der Wählerinnen
und Wähler und Unterstützung neu gewählter Gemeinde- und Kreisrätinnen.
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Projekte
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Bei diesem Treffen hat sich ein Bündnis
gebildet, dessen Aktivitäten unter dem gemeinsamen Motto „Bündnis
für Demokratie – Demokratie braucht Männer und Frauen – Kommunalwahlen
2004“ stehen. Die Schirmherrschaft hat die Frauenbeauftragte der
Landesregierung übernommen. Bündnispartner sind bisher der Volkshochschulverband,
die Landeszentrale für politische Bildung, die Wirtschaftsjunioren,
der Landesfrauenrat, das Mütterforum, die Landesarbeitgemeinschaft
der kommunalen Frauenbeauftragten, die Landfrauenverbände und die
Fachkonferenz Frauenbildung, in der u.a. die Bildungswerke der Kirchen
und Gewerkschaften vertreten sind. Weitere Organisationen und Verbände
auf Landesebene können dem Bündnis beitreten. Um die Zielsetzung
des Bündnisses ins ganze Land zu tragen, sollen sich auch auf örtlicher
Ebene Bündnisse bilden, denen auch Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens beitreten können.
Das Sozialministerium übernimmt die Koordinierung
auf Landesebene und bietet Serviceleistungen an. So hat es z.B.
Vortragsmodule mit Sachinformationen und Folien entwickelt, die
im Internet unter www.frauenaktiv. de zur Verfügung stehen. AKTIV
wird über die weiteren Aktivitäten des Bündnisses regelmäßig berichten.
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| Weitere Informationen zum
„Bündnis für Demokratie“ erhalten Sie
im Sozialministerium bei Frau Hohl, E-Mail: Ursula.Hohl@sm.bwl.de |
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Gender
Mainstreaming – Faltblatt und Broschüre
„Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen Entscheidungsprozessen
und Maßnahmen die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen
und Männern von vorneherein und regelmäßig berücksichtigt werden.“
Diese Definition ist zu finden im Faltblatt und in der Broschüre
„Chancengleichheit als Leitprinzip – Umsetzung in der Landesverwaltung
– Gender Mainstreaming“ des Sozialministeriums. Die Broschüre enthält
allgemeine Informationen zu Gender Mainstreaming, die Konzeption
zur Einführung von Gender Mainstreaming in der Landesverwaltung,
zahlreiche Beispiele, vertiefende Informationen und Literaturhinweise.
Die ansprechende Gestaltung soll neugierig machen und zum Lesen
anregen. Das Faltblatt enthält die Kernaussagen der Broschüre in
komprimierter Form. |
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| Bestelladresse: Sozialministerium,
Broschürenstelle, Postfach 10 34 43, 70029 Stuttgart, Fon:
0711/123-3516 Download unter: www.frauenaktiv.de |
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Keine
Zulassung der PID in Deutschland
Die Frauenbeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin
Johanna Lichy MdL, hat sich anlässlich der Konferenz der Frauenministerinnen
und –minister (GFMK) am 6. 6. 03 in Mainz gegen die Zulassung der
Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen. „Bei der PID steht
menschliches Leben nicht nur zur Disposition, sondern es findet
eine Auslese statt“, so Lichy. Wer für die Zulassung der PID eintrete,
argumentiere zwar mit dem Leid der von vererbbaren Krankheiten betroffenen
Paare, schließe aber die Öffnung des Embryonenschutzgesetzes für
Selektionen nicht aus. Auch eine strenge Einzelfallbegutachtung
könne nicht davor schützen, dass PID zukünftig vielfach angewandt
würde. Schließlich sei die vorgeburtliche Diagnostik (PND) auch
zunächst für spezielle Einzelfälle entwickelt worden. Mittlerweile
sei sie jedoch längst zu einem festen Bestandteil der Schwangerenvorsorge
geworden, mit dem jede Schwangere konfrontiert werde. „Eine Zulassung
der PID ist mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar und
bedeutet einen Dammbruch.“ Das von vielen Frauenorganisationen geforderte
Verbot der PID müsse in Deutschland auch weiterhin aufrechterhalten
bleiben. |
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| Vorankündigung: Am 17.
11. 2003 findet in Stuttgart im Hospitalhof eine Fachtagung
des Sozialministeriums zum Platzverweisverfahren mit Schwerpunkt
Anti- Gewalt-Training statt. Weitere Informationen: Maul@sm.bwl.de. |
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| Begegnung mit Ministerpräsident Erwin Teufel
in Brüssel anlässlich einer Informationsreise der
kommunalen Frauenbeauftragten von Baden-Württemberg am
24. April 2003. Die Namen (v. li.): Martina Häussler, Edeltraud
Herrmann, Petra Heinisch-Hildenbrand, Ingrid Krumm, Rainer Wieland
(EU-Abgeordneter), Ministerpräsident Erwin Teufel, Bettina
Wilhelm, Barbara Jeske, Sylvia Birth, Sigrid Schwarz, Karin
Wittmann, Ingrid Hofmann, Martina Klöpfer, Annette Niesyto,
Michaela Schultheiss, Christine Herfel. |
Foto: Birth |
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