die erst jüngst wieder entdeckte Pionierin der Frauenbildung der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, Carola Rosenberg-Blume, hat es auf den Punkt gebracht: Frauenbildung beginnt mit den ganz alltäglichen Fragen, die Frauen bewegen. Dies gilt auch für die heutigen Angebote der Frauenbildung. Das breit gefächerte Themenspektrum ist auf die persönliche, soziale und berufliche Bildung ausgerichtet, berücksichtigt die gesellschaftlichen Entwicklungen und die sich wandelnden Bildungsinteressen gleichermaßen.
So vielfältig wie die Themen sind auch zwischenzeitlich die Bildungsträger und -einrichtungen, die Frauenbildung in ihre Programme aufgenommen haben. Dieses AKTIV-Heft stellt beispielhaft verschiedene Aktivitäten aus dem Bereich der Erwachsenenbildung vor, die von den unterschiedlichsten Weiterbildungsträgern wie z.B. den Volkshochschulen, denWeiterbildungseinrichtungen der Kirchen, der Gewerkschaften und von den Landfrauenverbänden angeboten werden.
Zugleich wird damit auch verdeutlicht, wie viele Frauen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und -situationen mit diesen Angeboten erreicht werden. So ist und bleibt Frauenbildung ein unverzichtbarer Bestandteil der Frauenpolitik.
Wünschenswert sind aus meiner Sicht zusätzliche Bildungsangebote, die Geschlechtergerechtigkeit stärker ins Blickfeld nehmen und sich an Männer beziehungsweise Männer und Frauen richten. Eine weitere Herausforderung besteht meiner Ansicht nach darin, im Sinne des Gender Mainstreamings Konzepte für die Erwachsenenbildung zu entwickeln, die die inhaltliche Integration der Geschlechterperspektive in die Programme ermöglichen.





