AKTIV Frauen in Baden-Württemberg - Ausgabe 19 - 1/2003
   

Themen und Projekte aus dem Sozialministerium

Auftaktveranstaltung „Mittendrin statt außen vor“

Anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember 2002 rief Staatssekretärin Johanna Lichy MdL zu einem partnerschaftlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen auf. Unter dem Motto „Mittendrin statt außen vor“, so Frau Lichy, sollten 2003 Menschen mit Behinderungen, ihr Alltag, ihre Ideen und Rechte weiter in den Mittelpunkt rücken. Die Ziele der Landespolitik seien, Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verwirklichen. Dies sei nicht alleine Aufgabe der Politik, sondern eine Aufgabe, die alle angeht. Abschließend bat die Staatssekretärin alle Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Institutionen, Kommunen und Behörden, das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen mit zu gestalten.

„Wir können alles?!“ Förderung von Projekten in der Mädchenarbeit

Das Sozialministerium fördert auch im Jahr 2003 wieder Mädchenprojekte im Bereich der Berufswahlorientierung. Es stehen insgesamt 25.500 Euro zur Verfügung.

Eine wichtige Ursache für die geschlechtsspezifische Berufswahl von jungen Frauen ist, dass es Sozialisationsträgern und Bildungseinrichtungen noch immer zu wenig gelingt, Interesse und Begeisterung für technische, naturwissenschaftliche und informationstechnische Themen und Sachverhalte bei Mädchen zu wecken.

Deshalb fördert das Sozialministerium Projekte, die die Entscheidungsfähigkeit von Mädchen in Hinblick auf die Berufsorientierung unterstützen und sie an das gesamte Spektrum der Berufe heranführen, damit sie diese später ganz selbstverständlich in ihre Berufswegplanungen mit einbeziehen. Dies soll mit an der Lebenswelt von Mädchen orientierten Angeboten in jungen Jahren geschehen, wenn durch Rollenzuschreibung noch wenig Einengung besteht.

Konkrete Projektinhalte werden nicht vorgegeben. Wesentlich für die Förderung ist die jeweilige mädchenspezifische Anleitung. Bei der Entscheidung über die Projektanträge wird das Sozialministerium fachlich von der LAG Mädchenpolitik beraten.

Entsprechende Projektanträge sind bis spätestens 7. April 2003 beim Sozialministerium Baden-Württemberg, Abteilung 6, Postfach 10 34 43 in 70029 Stuttgart, einzureichen. Gleichzeitig soll eine Mehrfertigung des jeweiligen Antrags an die Geschäftsstelle der LAG Mädchenpolitik e. V. Baden-Württemberg, Siemensstr. 11 in 70469 Stuttgart, übermittelt werden.

Ansprechpartnerin beim Sozialministerium ist Frau Büchling, Fon: 0711/123-35 94.

Projekte

 

     

„medi@girls – Medienprojekte für Mädchen!“

Dieses rund 150 Seiten umfassende Buch wendet sich an Pädagogen und Pädagoginnen sowie an Erzieher und Erzieherinnen. Es stellt u. a. ausgewählte Medienprojekte für Mädchen der Altersstufen 10 bis 13 Jahre vor. Die Projekte verfolgen das Ziel, durch technisches, kreatives und produktives Experimentieren die Medienkompetenz der Teilnehmerinnen zu stärken, um so zu einer Erweiterung des klassischen Berufswahlspektrums der Mädchen beizutragen. Um die Konzepte nachvollziehbar zu machen, wird – neben deren methodischer Umsetzung – zu jedem vorgestellten Medienbereich die Vermittlung der jeweiligen technischen Voraussetzungen inklusive des dazugehörigen Basiswissens erläutert. So handelt es sich hier um ein Werk, das neben Grundsätzlichem zu genderorientierter Medienarbeit eine reichhaltige Praxisanleitung vermittelt. Es will Multiplikatoren und Multiplikatorinnen Impulse geben, anregen und ermutigen, eigene Medienprojekte auf die Beine zu stellen.

 


Die Handreichung können Sie bestellen beim Sozialministerium Baden- Württemberg, Frau Büchling,
Postfach 10 34 43,
70029 Stuttgart.
     
Aufruf www.51-prozent.de Noch bis zum 30. April 2003 können Sie Ihre Favoritin für die 51ste Frau melden! Im Rahmen der Internetausstellung www.51-prozent.de werden bisher 50 Frauen aus 50 Jahren baden-württembergischer Landesgeschichte 1952–2002 porträtiert. Der Platz der 51. Frau ist noch frei. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme: Für die 51ste Frau können Sie einen Vorschlag einreichen und Ihre Favoritin an die E-Mail-Adresse: 51.frau@51-prozent.de melden. Die Historikerinnen Dr. Barbara Guttmann und Ute Grau benötigen eine Begründung, warum Sie „Ihre“ Frau ausgesucht haben, einen kurzen Lebenslauf und eine Adresse, unter der Sie erreichbar sind. Die Auswahl unter den eingegangenen Vorschlägen erfolgt per Losverfahren. Anschließend wird das Porträt der 51sten Frau in die Ausstellung aufgenommen.
     

Platzverweisverfahren – Dokumentation der Fachtagungen

Am 4. November 2002 und am 15. Januar 2003 führte das Sozialministerium Fachtagungen zum Platzverweisverfahren in Fällen häuslicher Gewalt durch. Die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich umfassend über die einzelnen Elemente des Platzverweisverfahrens informieren und in der Praxis auftretende Probleme mit Experten diskutieren.

Die Vorträge zu den Themen
  Umsetzung des Platzverweisverfahrens in den Stadt- und Landkreisen,
  das Platzverweisverfahren aus polizeilicher Sicht,
  zivilrechtliche Schutzmaßnahmen insbesondere nach dem neuen Gewaltschutzgesetz,
  Umgangsrecht in Fällen häuslicher Gewalt,
  strafrechtliche Verfolgung von häuslicher Gewalt und
  Möglichkeiten und Grenzen der Datenweitergabe finden Sie in einer Tagungsdokumentation im Internet.
 


www.sozialministerium-
bw.de
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Rubrik „Frauen“
     
AKTIV gratuliert:
Aus Anlass des Tages des Ehrenamts wurde elf Bürgerinnen und Bürgern aus Baden-Württemberg auf Vorschlag des Ministerpräsidenten vom Bundespräsidenten der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die feierliche Überreichung durch Staatssekretärin Johanna Lichy MdL fand am 7. Februar 2003 im Marmorsaal des Neuen Schlosses statt.
AKTIV gratuliert: Gisela Mayer, Ellwangen; Helga Nowak-Imbach, Singen; Marion von Wartenberg, Stuttgart; Dr. Ellen Breckwoldt, Freiburg; Renate Butt, Mössingen; Christa Dürr, Stuttgart; Elisabeth Wenz, Pfinztal.