Frauen: Werkstatt-Kunden
zweiter Klasse
In Autowerkstätten werden Frauen und Männer ungleich behandelt.
Dies ergab eine Untersuchung der Dekra, die am 18. 09. 2002
zur Automechanika-Messe in Frankfurt vorgestellt wurde.
Erste Unterschiede zeigen sich schon bei der Begrüßung: So
sprächen die Berater in Autohäusern Männer zu 75 Prozent mit
ihrem Namen an, aber nur 60 Prozent der Frauen. Außerdem würden
42 Prozent der Männer an die Hebebühne gebeten, jedoch nur
34 Prozent der Frauen. Auch der Arbeitsumfang wird Autofahrerinnen
(65 Prozent) seltener erläutert als Autofahrern (72 Prozent).
Wie das Stuttgarter Kraftfahrzeug-Serviceunternehmen bei etwa
5.000 Werkstatt-Tests in deutschen Autohäusern feststellte,
zeigten sich Frauen deshalb mit der Beratung unzufriedener
als Männer. „Offenbar beraten die meist männlichen Serviceberater
Frauen weniger intensiv als Männer“, sagte der Werkstattexperte
Gunther Dirr. Gleich zufrieden waren Männer und Frauen lediglich
mit der telefonischen Terminvereinbarung und der Erläuterung
der Rechnung.
(dpa 18. 09. 2002) |