Leistungen von Frauen in Baden- Württemberg sichtbar
machen
Das Sozialministerium will die besonderen Leistungen
von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen in der Öffentlichkeit
stärker sichtbar machen. Es fördert deshalb Hinweistafeln an Gebäuden,
in denen diese Frauen gewirkt oder gewohnt haben. Diese Initiative
geht auf einen Vorschlag des Abgeordneten Franz Wieser MdL zurück.
In einem Schreiben an die beiden Präsidenten des baden-württembergischen
Städte- und Gemeindetages hat Minister Dr. Friedhelm Repnik MdL
um Unterstützung dieser Idee geworben. Das Sozialministerium gewährt
den Antrag stellenden Kommunen pro Hinweistafel einen Zuschuss in
Höhe von 50 Prozent der Herstellungskosten. Der Gesamtzuschuss pro
Kommune ist auf 10.000 DM begrenzt.
Gender Mainstreaming und Verkehrsplanung
Mit Förderung des Sozialministeriums (Förderprogramm
Frauenforschung) führt die Akademie für Technikfolgenabschätzung
in Baden-Württemberg in Kooperation mit Ökonsult ein Forschungsprojekt
durch, in dem eine erste Basis für Kriterien, Schnittstellen und
Handlungsebenen Gender gerechter Verkehrsplanung sowie ein Maßnahmenkatalog
erarbeitet werden. Der Abschlußbericht wird für Ende 2001 erwartet.
Gender orientierte Verkehrsplanung beschäftigt sich
mit den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen von Männern und
Frauen. Dabei geht es um unterschiedliche Wegeketten, Fahrplananforderungen,
Verkehrsströme, Mobilitätsbarrieren usw. Verkehrswissenschaftlich
gesehen ist diese Auseinandersetzung mit dem Genderansatz ein Pionierprojekt.
Die bisherigen Erkenntnisse aus Frauenforschung und Fraueninitiativen
werden recherchiert und einbezogen. Wesentlich ist die Erweiterung
von so genannten Frauenbedürfnissen hin zu Genderanforderungen und
ihre Einführung in den Mainstream von Verkehrsplanung in Wissenschaft
und Praxis. |