| Macht unsichtbare Arbeit sichtbar
Von Martina Kastner, Katholische Frauengemeinschaft
Deutschland (kfd)– Diözesanverband Freiburg
Viele Frauen leisten mit ehrenamtlicher Arbeit einen
unverzichtbaren Dienst in Kirche und Gesellschaft. Um die Bedeutung
dieser Arbeit verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu heben und
verlässliche Daten für ihre qualitative und quantitative Bewertung
zu erhalten, hat die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands)1997
mit weiteren – ganz unterschiedlichen –Verbänden (s.u.) einen Nachweis
über ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeit
und über die Teilnahme an Fort- und Weiterbildung: „Macht unsichtbare
Arbeit sichtbar“! eingeführt. In zwei Nachweisheften können sich
Frauen und Männer einerseits Art und zeitlichen Umfang ihrer ehrenamtlichen
Arbeit, andererseits die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen
von der jeweiligen Trägerorganisation bestätigen lassen.
Die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Auswertung von
ca.7.000 – auch in Baden-Württemberg – ausgefüllten Nachweisbögen
eines Jahres beweisen, dass ehrenamtliche Arbeit sowohl vom Inhalt
als auch vom Umfang her dokumentierbar ist, und liefern empirische
Daten zur Unterstreichung der Forderung an Staat, Institutionen
und Verbände nach zeitgemäßen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
für ehrenamtliche Arbeit über die rein verbale Anerkennung hinaus.
Zu den Forderungen gehören neben Rentenanrechnung oder Steuervergünstigung
u.a.die Erstattung von Auslagen, qualifizierte Aus- und Weiterbildung
sowie die Anerkennung der im Ehrenamt erworbenen Qualifikationen
für Ausbildung und Erwerbsarbeit (s.auch Frauen
und Ehrenamt u. Themen und Projekte aus
dem Sozialministerium). Das Führen ihres Ehrenamtsnachweises
hat vielen ehrenamtlich Tätigen zum ersten Mal den Umfang der geleisteten
Arbeit deutlich gemacht. So „spenden“ lt.o.g. Auswertung Ehrenamtliche
im Schnitt 17 Stunden pro Monat in folgenden Bereichen (Mehrfachnennungen):
soziale Arbeit (65,2 Prozent), Vorstandstätigkeit (39,2 Prozent),
musisch-kulturelle Arbeit (27,3 Prozent), Bildungsarbeit (17,2 Prozent),
religiöse Arbeit (14,9 Prozent), politische Arbeit (13,1 Prozent)
und Verschiedene (19,5 Prozent).
Mit der bundesweiten Einführung dieser Nachweise wurden
wichtige Impulse in die Diskussion um die gesellschaftliche Anerkennung
ehrenamtlicher Arbeit gebracht. Der Erfolg sollte motivieren, die
Nachweise kontinuierlich zu führen. |
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Martina Kastner
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Nachweishefte und Informationen bei:
kfd –Diözesanverband Freiburg,
Pf 449,
79004 Freiburg,
Fon: 0761/ 5144-196,
E-Mail: kfd@seelsorgeamt-freiburg.de
und bei den anderen Trägerorganisationen:
Kath.Deutscher Frauenbund e.V.,
Caritas-Konferenzen Deutschlands,
Evang.Frauenarbeit in Deutschland.e.V.,
Evang.Frauenhilfe in Deutschland e.V.,
Deutscher Kinderschutzbund – Bundesverband e.V.,
Kath. Arbeitnehmer-Bewegung Bundesverband,
Deutscher Verband Evang.Büchereien, Borromäusverein e.V.,
Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V.Bundesverband,
Deutscher Caritasverband und Kolpingwerk. |